Film: Gespenster seiner Seele

Nr. 6 –

Ein Mann trifft seine jungen Eltern, die schon lange tot sind: Der neue Film des britischen Regisseurs Andrew Haigh schimmert in der Zone zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Grossartig und ergreifend.

Filmstill aus «All of Us Strangers»: tanzende Menschen in der Diskothek
Was ist real, was ist nur imaginiert? Paul Mescal als Harry in «All of Us Strangers». Still: Walt Disney

Es klingt wie die Erfüllung einer lang gehegten Sehnsucht. Oder auch wie ein Albtraum. Adam (Andrew Scott) hat seine Eltern bei einem Autounfall verloren, als er noch keine zwölf Jahre alt war. Nun will der vierzigjährige Drehbuchautor über sie schreiben und fährt zur Recherche in die Kleinstadt seiner Kindheit. Auf der Suche nach seinem damaligen Elternhaus sieht er auf einer Wiese in der Nähe einen jüngeren Mann (Jamie Bell), der ihn an seinen Vater erinnert. Als er diesem dann gegenübersteht, wird Adam von ihm als lang vermisster Sohn begrüsst, etwas steif, aber auch sehr herzlich. Der Vater lädt ihn ein, mit nach Hause zu kommen, die Mutter (Claire Foy) würde sich doch freuen, ihn zu sehen.

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