Umweltskandal in den Niederlanden: «Dark Waters» in Dordrecht

Nr. 6 –

Seit Jahrzehnten gefährdet eine Chemiefabrik südöstlich von Rotterdam die Gesundheit von Anwohner:innen. Jetzt klagen sie gegen die Chef:innen des US-Konzerns Chemours.

Aktivist:innen kippen Eimer mit verseuchter Erde vor dem Werkstor der Chemours-Fabrik aus
Gegen den Giftkonzern: Jeweils samstags kippen Aktivist:innen Eimer mit verseuchter Erde vor dem Werkstor der Chemours-Fabrik aus. Fotos: Robin Utrecht, Imago

Das Rathaus des Städtchens Papendrecht südöstlich von Rotterdam ist einladend erleuchtet. Die Menschen, die aus der Dunkelheit hineinströmen, werden freundlich von Mitarbeiter:innen der Kommune empfangen. Im Foyer gibts heisse Getränke. Die Veranstaltung an einem Dezemberabend mutet wie eine besinnliche Adventsfeier an – doch das ist sie nicht: Die meisten Anwesenden sind hier, weil sie sich grosse Sorgen machen. Die Region ist Schauplatz eines massiven Umwelt- und Gesundheitsskandals. Boden, Grund- und Oberflächenwasser werden seit Jahrzehnten mit sogenannten Per- und Polyfluoralkylsubstanzen – kurz: PFAS – verseucht (vgl. «Die Ewigkeitschemikalien»). Eine Chemiefabrik des US-amerikanischen Milliardenkonzerns Chemours liegt nur wenige Kilometer entfernt von hier in Dordrecht. Sie stellt unter anderem Teflon her.

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