UBS: Der Hunger nach dem Fressen

Nr. 6 –

Sergio Ermotti löste mit seiner Show am Dienstag wohl bei einigen ein Déjà-vu aus. Der CEO der UBS verkündete die Jahreszahlen der Grossbank, war voll des Eigenlobs und sparte nicht mit der Beschwörung grandioser Zukunftsaussichten: mehr Umsatz, mehr Gewinn und eine höhere Kapitalrendite. Diese Prophezeiung hatten vor ihm schon viele gemacht. Ein Grössenwahn, der die Bank in der Finanzkrise von 2008 kläglich scheitern liess und Bund und Nationalbank Hilfsgelder im Umfang von sechzig Milliarden Franken abverlangte.

Am 19. März 2023 hatte die UBS dank gütiger Hilfe von Bundesrätin Karin Keller-Sutter und abgesichert durch 209 Milliarden Staatsgelder die schlingernde Credit Suisse geschluckt. Diese Übernahme zum Schnäppchenpreis hat der Bank nun einen Reingewinn von fast dreissig Milliarden für 2023 beschert. Sie muss jedoch noch mit hohen Kosten für die CS-Abwicklung und den übernommenen Prozessrisiken der Skandalbank rechnen.

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