Literatur: Im falschen Wien angekommen

Nr. 19 –

In ihrem fulminanten Debüt «Ein schönes Ausländerkind» erzählt die österreichische Satirikerin Toxische Pommes vom Erwachsenwerden in einem Land, das selten ein «Servus» für jene übrig hat, die nicht darin geboren sind.

Portraitfoto der österreichischen Satirikerin Toxische Pommes
Als Anwältin tätig und für Kürzestvideos auf Tiktok bekannt: Nun seziert Toxische Pommes in ihrem ersten Roman «Balkanmentalitäten» und Stereotype. Foto: Muhassad Al-Ani

«Ćuti bre, pala nam je sekira u med!», sagt der Vater, wenn dem Kind etwas nicht passt: «Halt die Klappe, uns ist die Axt in den Honig gefallen!» Wie ein Honiglecken fühlt es sich für die Ich-Erzählerin nicht an, das Leben mit ihren Eltern im Nebenhaus einer wohlhabenden Familie, umgeben von einem aufgeräumten Grundstück, auf dem die Thujen so akkurat getrimmt sind, «dass man sich an ihren Kanten vermutlich einen Zahn ausschlagen konnte».

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