Marxismus: Trümmer für den Neubau

Nr. 22 –

Knapp 7000 Seiten – und erst beim Buchstaben N: Das «Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus» bewahrt eine historische Bewegung und Theorie auf, in Hunderten von Stichwörtern.

Nehmen wir die Moral. Sie durchzieht Individuen und Gesellschaft. Erst kommt das Fressen und dann die Moral, lästerte Bertolt Brecht. Aber sie kommt dann eben doch, die Moral.

Das analysiert Peter Jehle im entsprechenden Stichwortartikel im «Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus» («HKWM»). Vor rund 35 Jahren begonnen, ist dieses Mammutwerk mittlerweile im zweiten Teilband des neunten Bandes beim Stichwort «Nazismus» angelangt. Jehles Eintrag umfasst 36 Spalten auf 18 Grossseiten. Er führt durch die wechselhafte Geschichte der abstrakten Konzeption der Moral ebenso wie konkreter Moralen, von Sprichwörtern und Kants kategorischem Imperativ über Robespierres Terror der Tugend bis zur Rolle der Moral bei Karl Marx, bei Antonio Gramsci und Simone de Beauvoir.

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