Armeeausgaben: Der PR-Coup des Jahres

Nr. 23 –

Diffuse Gefahren, düstere Szenarien: Die Armee setzt sich geschickt in Szene, um ihre Aufrüstung zu forcieren. Politik und Medien folgen ihr weitgehend kritiklos – und offenbaren so ein erschreckendes Sicherheitsverständnis.

«Alpha Uno»-Militärübung: FA-18-Kampfjet und Flugfeldlöschfahrzeug auf der Nationalstrasse A1 bei Payerne
Was nützen Kampfjets gegen Cyberattacken? Das «Alpha Uno»-Spektakel wurde live auf SRF übertragen. Foto: VBS

Punkt neun Uhr startete am Mittwochmorgen auf SRF die Liveübertragung der Armeeübung «Alpha Uno». «Wir liefern Ihnen das heim in die Stube, sodass sie möglichst alles mitbekommen», begrüsste der Moderator das Publikum, auf einer Brücke über der Autobahn A1 bei Payerne VD stehend – dem Autobahnabschnitt, den die Luftwaffe ab Dienstagabend für 36 Stunden sperren liess, um ihre F/A-18-Kampfjets starten und landen zu lassen. «Wir werden runtergehen zu den gelandeten Piloten und mit den Bodentruppen reden, die die Flieger wieder startklar machen», kündigt der Moderator freudig an und schwärmt später von den «wunderbaren Bildern». Staunt, wie «eng es auf dieser Autobahn für die Jets ist». Fast vier Stunden wird SRF am Ende live und sehr nah über «Alpha Uno» berichten.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen