Gefängnisfilm: Was uns befreit

Nr. 26 –

Lola Arias verwandelt Workshops in Kunst. Ihr neuer Film, «Reas», ging aus Theater- und Filmkursen in argentinischen Gefängnissen hervor. Ein beglückendes Experiment.

Filmstil aus «Reas»: Hochzeit in einem Gefängnis
Lola Arias’ Film «Reas» feiert seine Darsteller:innen und schert sich eine feuchte Gefängnismatratze dar­um, ob er fiktional oder dokumentarisch, Musical oder Reenactment ist. Still: Vinca Film

Der Frauengefängnisfilm hat eine lange Geschichte und eine simple Prämisse: Mindestens ein unschuldiges Mädchen landet im Knast, wo es vielseitig gedemütigt wird, vorzugsweise nackt, bis es sich irgendwann wehrt, meistens vergeblich. Das wohl trashigste Exemplar dieses Subgenres stammt aus der Schweiz: «Frauen für Zellenblock 9» (1977), eine Produktion von Erwin C. Dietrich. «Eine Sadistin und ihr Berater, ein Arzt, foltern in einem Lager drei junge Frauen – was der Film mit unverhohlenem Genuss ausspielt», kommentierte der «Filmdienst» und riet ab.

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