Dayton und der schlechte Frieden

Le Monde diplomatique –

Vor 30 Jahren beendete das Abkommen von Dayton den Bosnienkrieg. Wie andere Friedenspläne folgte es der Illusion, nur ethnische Grenzziehungen könnten den Frieden sichern. Dabei gibt es andere Beispiele, die besser funktionieren.

Zur sogenannten Kriegskunst gehörte schon immer das Verhandeln und Feilschen. Doch nicht alle Konflikte enden mit Friedensverträgen.

Der Kosovokrieg und die Nato-Luftangriffe gegen Serbien endeten am 9. Juni 1999 mit einem „Militärtechnischen Abkommen“, das in einer Kaserne im mazedonischen Kumanovo ausgehandelt und unterzeichnet wurde, für die Nato vom britischen General Michael Jackson und für die Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ, bestehend aus Serbien und Montenegro) von den Generälen Svetozar Marjanović und Obrad Stevanović.

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