Benin-Bronzen: Eine wegweisende Einigung

Nr. 13 –

Es geht auch anders als bei Bührle: Zürich und Genf geben einst von britischen Kolonialtruppen geraubte Benin-Objekte an Nigeria zurück.

In einer bemerkenswert entspannten, fast heiteren Zeremonie wurden letzten Freitagabend im Zürcher Stadthaus die Eigentumsrechte an 28 Raubgutobjekten* aus dem einstigen Königreich Benin an Nigeria zurückgegeben. Die vor fünf Jahren gegründete Benin Initiative Schweiz – ein Zusammenschluss von acht Schweizer Museen und nigerianischen Partnern (siehe WOZ Nr. 50/24) – hat damit in auffallend kurzer Zeit ein Abkommen erreicht, das weltweit wegweisend sein könnte.

Wie alle Anwesenden – Museumsvertreterinnen, Politikerinnen, der Direktor der nigerianischen National Commission for Museums and Monuments, Gesandte des Königshauses von Benin – betonten, war der gegenseitige Austausch geprägt von Offenheit, einem kooperativen Geist, dem Wunsch, dazuzulernen. Aber auch vom geteilten Verständnis darüber, dass koloniale Gewalt und der Raub von Kulturgut – in beides war auch die Schweiz verstrickt – die betroffenen Länder und Gemeinschaften unwiderruflich und nachhaltig beschädigt haben.

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