Jagdtourismus in Tadschikistan: Der bekehrte Wilderer

Nr. 14 –

Die Geschichte eines Landes, das kein Geld für den Tierschutz ausgibt, aber dennoch sehr erfolgreich darin zu sein scheint.

Dawlatchon Mullojorow blickt auf den Grenzfluss Pandsch, im Hintergrund ist eine Strasse in der Schlucht zu sehen
Wilde Natur: Am Grenzfluss Pandsch lässt Dawlatchon Mullojorow ein neues Hotel für seine Jagdgäste errichten.

Im Esszimmer hängt ein riesiges Foto: Neben Emomalij Rahmon, dem Präsidenten, der Tadschikistan seit 1994 regiert, steht Dawlatchon Mullojorow und präsentiert einen riesigen ausgestopften Markhor (Capra falconeri), eine Schraubenziege.

Mullojorow hat eine klare Regel: Er isst nie mit seinen Gästen. Stattdessen verbringt er Zeit in seinem Büro. Er schläft dort, isst und liest. Am liebsten «grosse Gedanken grosser Männer». Er zitiert George Byron: «In seinem Herzen solch ein schwerer Bruch, nicht tötend, heilend nicht – ein bitterer Fluch!» Vor kurzem hatte er eine Kataraktoperation. Für jemanden, der den ganzen Tag durch ein Fernglas schaut, sind Adleraugen unerlässlich.

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