Deutsche Kulturpolitik: Eingeübte Eingriffe in die Kunst

Nr. 14 –

Wird Deutschland in den Künsten abgehängt, wenn Kulturstaatsminister Wolfram Weimer weiter so übergriffig agiert? Der Ärger ist verständlich, verdeckt aber das grössere Problem.

Wolfram Weimer durchschneidet ein Band bei der Eröffnung des Kant-Museum in Lüneburg
«Kulturkampfminister» Wolfram Weimer hat in kurzer Zeit viel Geschirr zerschlagen. Hier eröffnet er das Kant-Museum in Lüneburg. Foto: Gregor Fischer, Reuters

Wer in Berlin wohnt, die Stadt oder sogar das Land kurz verlässt und über Kunst und Welt spricht, sieht in besorgte Gesichter, sofern es sich um höfliche Brit:innen handelt. Oder in hämische, wenn die Konvention des Gesprächs kulturell weniger Vorsicht kennt oder die Gläser leer sind. Ob man denn in Germany noch etwas sagen könne, zum Beispiel gegen die israelische Kriegsführung in Gaza? Und dieser Politiker, der nun sogar die Leiterin der Berlinale habe feuern wollen, weil jemand auf einer Festivalbühne «Genozid» gesagt habe? Wie heisse der noch mal, «Wiener»? «Berlin really is over, isn’t it?»

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