Das Werk : Viele Arten, zu Tode zu kommen

Nr. 24 –

Was uns Ingeborg Bachmanns «Todesarten»-Zyklus über unsere Gegenwart erzählt.

Ingeborg Bachmann 1954 in Rom
An den Verhältnissen zugrunde gehen tue man auch mitten im Frieden: Ingeborg Bachmann 1954 in Rom. Herbert List, Magnum, Keystone

Ingeborg Bachmann ist eine der meistbesprochenen deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Es erstaunt mich daher kaum, dass ich mich anlässlich ihres 100. Geburtstags direkt in eine Schreibblockade hineinmanövriere. Um sie zu durchbrechen, verändere ich das Hintergrundbild auf meinem Laptop zu einem Triptychon: Bachmann links, Marlen Haushofer in der Mitte, als Einzige die Betrachterin anblickend, Sylvia Plath rechts. Die Collage hatte Elfriede Jelinek angefertigt, um damit ihr fünftes Prinzessinnendrama, in dem die fiktionalisierten Märchenprinzessinnen Bachmann und Plath auf die Ankunft von Haushofer warten, zu bebildern. Ich warte auf eine Eingebung.

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