Verfolgung der Jenischen : «Warum wird das so kleingehalten?»

Nr. 24 –

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit soll in der Schweizer Kulturbotschaft abgehandelt werden – das sorgt nicht nur bei Betroffenen für Unverständnis.

ein Jenischer Vater mit zwei Kindern auf den Armen steht vor Polizisti:innen
«Viele Eltern hatten aufgrund der Pro-Juventute-Geschichte Angst, die Polizei würde ihnen die Kinder wegnehmen»: Mit grossem Aufgebot räumten Beamt:innen 2014 die von Jenischen besetzte Kleine Allmend in Bern. Gian Ehrenzeller, Keystone

«Man kann doch ein Völkerrechtsverbrechen nicht in eine Kulturbotschaft stecken!» Sandra Gerzner sitzt am Tisch in der Cafeteria der Universität Fribourg und schüttelt den Kopf. Seit Jahren setzt sie sich als Präsidentin des Vereins Citoyens Nomades mit anderen jenischen Menschen für eine saubere juristische Aufarbeitung des schwersten Verbrechens ein, das die Schweiz je begangen hat: ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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