Stichwahl in Kolumbien : Der Spielraum des Neuen ist begrenzt

Nr. 26 –

Die erste linke Regierung Kolumbiens ist Geschichte. Doch die Wahl zeigt auch: Die politische Vorherrschaft der alten Eliten ist vorbei.

Anhänger:innen von Iván Cepeda an einer Kundgebung zur Neuauszählung der Stimmen
Ein Funken Hoffnung bleibt: Anhänger:innen von Iván Cepeda fordern in Bogotá eine Neuauszählung der Stimmen. Lucas Aguayo Araos, Reuters

Es war so knapp wie noch nie in der Geschichte Kolumbiens: Mit unter einem Prozentpunkt Abstand bei einer Rekordwahlbeteiligung von 63,6 Prozent hat der ultrarechte Abelardo de la Espriella am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt gegen Iván Cepeda, den Kandidaten des regierenden Pacto Histórico, gewonnen: 49,6 Prozent gegen 48,7 Prozent bei 1,7 Prozent Enthaltungen nach der provisorischen Auszählung. Es ist das erste Mal, dass der Sieger (bisher waren es nur Männer) einer Präsidentschaftswahl in Kolumbien die Fünfzig-Prozent-Marke verfehlt. Das definitive amtliche Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch aus. Ausserdem hat Cepedas Wahlkampfteam die Ergebnisse aus rund 57 000 Wahlurnen wegen des knappen Resultats angefochten.

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