Fürsorgerische Zwangsmassnahmen : Zerstörte Lebensgeschichten
Zwei Ausstellungen geben Betroffenen, die über Jahrzehnte weggesperrt wurden, eine Stimme und laden zum Nachdenken und Mitdiskutieren ein.
Das grosse hölzerne Regal mit zahlreichen Schubladen sticht beim Betreten des Raums direkt ins Auge: Die meisten Schubladen sind geschlossen. Zuschreibungen wie «arbeitsscheu», «geisteskrank» oder «lasterhaft» stehen darauf. Diejenigen Schubladen mit leuchtenden Namensschildern sind geöffnet und laden zum Hineinschauen ein. Darin befinden sich Karteikarten zu den jeweiligen Personen, Fotos und weitere Dokumente.