Bürgerrecht (Teil 4) : Die Bündner Einbürgerungsodyssee
Mona Gholampour musste viele Jahre lang auf das Bürgerrecht warten – weil die Schweiz Geflüchtete bei der Vergabe des Passes diskriminiert.
Achtzehn Jahre mussten vergehen, bis Mona Gholampour einen Schweizer Pass in den Händen hielt, ein Papier, das für die heute 41-Jährige vor allem eines bedeutet: Sicherheit. Auch wenn die Unsicherheit immer noch eine ständige Begleiterin, «für immer in einem drin» sei, wie sie sagt. Es ist Mitte April, einer der ersten heissen Tage des Jahres, als Gholampour in einer Bar auf dem Dach eines Supermarkts in ihrer Zürcher Wohngemeinde Schlieren sitzt und vom schwierigen Weg berichtet, den sie bis zum Erhalt des Bürgerrechts zurücklegen musste.