Kommentar : Im Fahrwasser der Verrohung

Nr. 27 –

Mit seinen neuen Plänen zur internationalen Zusammenarbeit wirft der Bundesrat jegliche Verantwortung über Bord, kritisiert Raphael Albisser.

Es klang, als wäre der Bundesrat gerade auf eine magische Formel gestossen: Die Schweiz werde «auf die veränderte geopolitische Lage» reagieren, dabei «die Wirkung ihrer internationalen Zusammenarbeit» erhöhen und – o Wunder – «gleichzeitig Einsparungen für den Bundeshaushalt» erzielen. Die entsprechenden Pläne präsentierten Ignazio Cassis (FDP) und Guy Parmelin (SVP), als Aussen- und Wirtschaftsminister die Vorsteher der zwei für die internationale Zusammenarbeit (IZA) zuständigen Departemente, letzte Woche in Bern. Wobei freilich rasch klar wurde: Zauberkniffe wird es weiterhin nicht geben – stattdessen bloss noch mehr ideologiegetriebenen Kürzungszwang.

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