Rechtsterrorismus : Erinnern ist Widerstand

Nr. 29 –

Vor zehn Jahren erschoss ein Rassist im Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen. Der lange Kampf der Angehörigen gegen die Entpolitisierung des Anschlags weist weit über München hinaus.

Mahnmal mit Bildern der Opfer vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum
«Viele von ihnen wären jetzt in ihren Zwanzigern»: Vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum sind Porträts der Opfer an einem Mahnmal angebracht. Das Foto in der Mitte zeigt Can Leyla. Lennart Preiss, Getty

Gegenüber dem Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Münchner Stadtbezirk Moosach steht ein Mahnmal. «In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22.07.2016» ist in den mannshohen, geschwungenen Edelstahlbogen eingraviert. Zwei Passantinnen halten inne, als ihre Blicke an den Porträts der Opfer hängen bleiben. «Krass, dass das schon zehn Jahre her ist», sagt die eine. «Viele von ihnen wären jetzt erst in ihren Zwanzigern», sagt die andere. Dann gehen sie schweigend weiter.

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