Wetterleuchten : Das bisschen Eugenik

Nr. 32 –

Daniel Hackbarth über diskursfreudige Liberale

Vergangene Woche hat sich das deutsche «Zeit»-Magazin in einer liberalen Paradedisziplin geübt: Man hat mit einem Rechten geplaudert. Dieses Mal fiel die Wahl auf den früheren SPD-Politiker Thilo Sarrazin, was insofern originell ist, als man das unselige Wirken des inzwischen 81-Jährigen schon verdrängt hatte. 2010 hatte dieser mit einem sozialchauvinistischen und rassistischen Schmöker («Deutschland schafft sich ab») enormen Wirbel gemacht, anschliessend legte er weitere ressentimentgeladene Bestseller nach.

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