Annie Dillard (1945–2026) : Forschung und Ekstase

Nr. 39 –

Portraitfoto von Annie Dillard
Wie wäre es, ein Wiesel zu werden? Annie Dillard, hier Ende der sechziger Jahre, sprengte die Grenzen des «Nature Writing». Hollins University

Das wahre Leben ist irgendwo da draussen: im Wald, an Flüssen und Küsten. Für Annie Dillard schien das klar. Aber was sie dort suchte, waren nicht Ruhe und Harmonie – im Gegenteil. Es waren intensive Erlebnisse, Aufruhr, Ekstase. Aus den Texten der letzte Woche verstorbenen US-Autorin spricht das Begehren, das passive Schauen hinter sich zu lassen und Teil des Beobachteten zu sein – zum Beispiel ein Wiesel zu werden, wie sie es in einem ihrer schönsten Texte beschreibt (siehe WOZ Nr. 26/24).

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