Annie Dillard (1945–2026) : Forschung und Ekstase
Das wahre Leben ist irgendwo da draussen: im Wald, an Flüssen und Küsten. Für Annie Dillard schien das klar. Aber was sie dort suchte, waren nicht Ruhe und Harmonie – im Gegenteil. Es waren intensive Erlebnisse, Aufruhr, Ekstase. Aus den Texten der letzte Woche verstorbenen US-Autorin spricht das Begehren, das passive Schauen hinter sich zu lassen und Teil des Beobachteten zu sein – zum Beispiel ein Wiesel zu werden, wie sie es in einem ihrer schönsten Texte beschreibt (siehe WOZ Nr. 26/24).