Konflikt um Bergkarabach : Angst vor der «eisernen Faust»

Nr. 39 –

Drei Jahre nach ihrer Vertreibung fürchten sich geflüchtete Armenier:innen vor der nächsten Eskalation im Grenzgebiet.

Marut Vanyan blickt über die Berge bei Goris
Seine Heimatstadt sieht er nur noch in Propagandavideos: Marut Vanyan in den Bergen bei Goris. Shoghakat Vardanyan

Jahrelang war die Schnellstrasse hinter der Stadt Goris im Südosten Armeniens die wichtigste Verbindung nach Bergkarabach, in die dortige international nicht anerkannte Republik Arzach. Das Gebiet gehörte offiziell zu Aserbaidschan, bewohnt wurde es jedoch historisch mehrheitlich von Armenier:innen. Aus aserbaidschanischer Sicht war die Republik Arzach ein illegaler separatistischer Staat. Jetzt gibt es sie nicht mehr. Nur noch vereinzelte Traktoren und donnernde Militärlaster stören die Stille hinter Goris.

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