wobei – Literatur

06.05.2021

Ein kompliziertes Geflecht von Gewässern

Was sind eigentlich «Landessprachen»? Nein, es sind nicht die Sprachen, die in einem Land gesprochen werden. Landessprachen sind jene Sprachen, die im 18. und 19. Jahrhundert als politisches Instrument eingesetzt wurden, um die Idee der «Kulturnation» durchzusetzen.

06.05.2021

«Das Wort ist die einzige Waffe, die du hast»

Von fern ertönt ein Brummen, die synthetischen Orgeltöne scheinen direkt von Jamaika herübergeweht zu sein. Die karge Landschaft und das gelbliche Licht erinnern an Bilder vom Mars. Es folgen verzerrte Gitarrenriffs, schliesslich setzt der Beat ein.

06.05.2021

Das Reden formt das Denken

«Ich bin kein grosser Autor», sagt Yoharaja Alvar Gasinathar bescheiden. Er sitzt am Küchentisch in seiner Wohnung in einem kleinen Dorf im Berner Mittelland, vor sich eine Schachtel gefüllt mit Heften, ein paar Bücher und eine DVD – alles Werke von oder mit ihm.

06.05.2021

«Der Effekt der Fremdheit kann auch guttun»

Rebekka Zeinzinger übersetzt aus dem Bosnischen, 
Kroatischen und Serbischen. Sie erzählt von absurden Auswüchsen der Sprachpolitik auf dem Balkan.

06.05.2021

Streit im Opel Astra

«Achtundvierzig Jahreszeiten ohne ihre Stimme»: Sara hat sich ein Leben ausserhalb von Bosnien aufgebaut und möchte, wenn es irgendwie geht, nie wieder in ihre alte Heimat zurück.

06.05.2021

Die seltsame Wolke über dem Gipfel

Ein kleines Dorf im Tessin, nahe der italienischen Grenze. Hierher, zur Beerdigung ihres früheren Mannes Orion, kehrt die Ich-Erzählerin zurück. Eine Nacht lang wird die Frau in die Erinnerungen an die unkonventionelle Künstlerehe eintauchen.

06.05.2021

Am Rande einer unbarmherzigen Gesellschaft

Der Einstieg in die düstere Geschichte ist umwerfend: Ein Bauernhof im Luzerner Hinterland am Ende des 19. Jahrhunderts; eben ist die Bäuerin bei der Geburt ihres Mädchens verschieden, der Dorfarzt namens Widerspan hat alles versucht – vergeblich: «Auch das Kind werde nicht lange leben.

06.05.2021

Brieffreundschaft unter Kriegsverbrechern

«Gibt es eine Wahrheit, irgendwo zwischen allen Zeilen, zwischen allen Welten?» Um diese Frage kreist Karl Rühmanns Briefroman «Der Held» in einer Spiralbewegung wie im japanischen Film «Rashomon» – wobei erstens die Beschreibung «Briefroman» nicht ganz zutrifft und es zweitens um die schwierigst

06.05.2021

Aus Papier und Fantasie

Was empfindet ein Roboter? Wie denkt ein programmierter Kopf? Kann künstliche Intelligenz über sich hinauswachsen? Das Faszinierende am neuen Roman von Martina Clavadetscher ist, wie sie diesen alten Fragen auf neuen Wegen begegnet.