Revolutionäre Feministinnen

Michelle Steinbeck, Marina Galli und Caroline Arni sprechen im Literaturhaus Basel über revolutionäre Frauen, moderiert von Nadia Brügger. 

Sie waren Arbeiterinnen und Autodidaktinnen, und sie haben schon vor 200 Jahren weibliche Freiheit und Gleichheit propagiert. Die Freiheit der Frauen, so verkündeten sie, würde die Freiheit aller bringen. Caroline Arni erzählt die Geschichte der «Saint-Simonistinnen» und legt die Radikalität ihres Denkens frei – darunter auch Positionen, die heute irritieren.

Revolutionär war auch Anna Kuliscioff (1854–1925), deren Briefe Michelle Steinbeck und Marina Galli erstmals aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzt haben. Sie war Rebellin, Sozialistin, Ärztin, Feministin, Intellektuelle, Alleinerziehende, Antifaschistin und lebte zeitweise auch in der Schweiz. Was macht das unerschrockene Denken und Schreiben dieser frühen Feministinnen aus und können wir heute daran anknüpfen?

Mitwirkende und Biografien
Historikerin: Caroline Arni
Autorin und Übersetzerin: Marina Galli
Autorin und Übersetzerin: Michelle Steinbeck
Moderatorin: Nadia Brügger

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Im Rahmen der Buch-Neuerscheinung «Ich will dich sehen, mit deinem Verbrechergesicht. Liebesbriefe einer Revolutionärin»

Anna Kuliscioff (1854 1925) Rebellin, Sozialistin, Ärztin, Feministin, Intellektuelle, Alleinerziehende, Antifaschistin In Italien ist sie eine Ikone bei uns ist sie weitgehend unbekannt. Dabei lebte und wirkte Anna Kuliscioff auch in der Schweiz. Von ihren Zeitgenoss:innen als «Eisenfaust im Samthandschuh» bezeichnet, führte sie Kämpfe, die heute so dringend sind wie damals. Für die Gleichstellung der Geschlechter, für soziale Rechte und Arbeitsrechte, für eine medizinische Versorgung für alle, kurz: für Freiheit, gegen Faschismus und jegliche Diktatur. Dieses Buch versammelt Briefe an ihre Lebensgefährten Andrea Costa und Filippo Turati, neben Anna bekannte italienische Sozialisten, sowie an die Freundin Rosa Genoni, Feministin und Modedesignerin. Annas Briefe erzählen sprühend von einem Leben zwischen Exil und Gefängnis, Fernbeziehung und Freundschaft, Tatendrang und Erschöpfung. Und vom Spannungsraum zwischen Revolution und Reform; Friedenspolitik und Recht auf Verteidigung; Mutterschaft und dem unnachgiebigen Einfordern von Beziehungen auf Augenhöhe privat und politisch. Höchste Zeit, dass ihre Schriften zum 100. Todestag erstmals auf Deutsch erscheinen!