«Rebellisches Baskenland»

WOZ-LeserInnenreise vom 19. bis 26. September 2015

In den letzten dreissig Jahren kam das Baskenland nur dann in die Schlagzeilen, wenn es einen Anschlag der Untergrundorganisation Eta gab. Der bewaffnete Konflikt überdeckte alles. Doch das Baskenland hat auch ganz andere Seiten: Kaum irgendwo in Europa sind soziale Bewegungen, Basisgewerkschaften und linkssozialistische Parteien so stark wie hier.
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Reisedaten

19. bis 26. September 2015

Programm

Das detaillierte Reiseprogramm als PDF-Datei zum Download

Unterkunft / Preise / Leistungen

Preise (exkl. An- und Rückreise, inkl. Übernachtungen und Frühstück) pro Person:

  • Doppelzimmer Fr. 1600.–
  • Einzelzimmer Fr. 1900.–
  • nur Programm: Fr. 1290.–

Die angegebenen Reisekosten sind Richtpreise, die sich je nach Eurokurs und Anzahl TeilnehmerInnen noch leicht verändern können. Individuelle Wünsche wie Aufenthaltsverlängerungen, andere An- und Abreisezeiten, Transportmittel und so weiter können nicht über die WOZ organisiert werden.

Die Reise wird fotografisch dokumentiert; ausserdem nehmen wir – falls möglich – die Referate und Gespräche auf. Die Bilder und Tonprotokolle werden allen Mitreisenden später zu Verfügung gestellt.

Viele Wege führen ins Baskenland

Flüge

Easyjet
Genf nach Bilbao
www.easyjet.com

Lufthansa
Zürich – Frankfurt – Bilbao
www.lufthansa.ch

KLM
Zürich – Amsterdam – Bilbao
www.klm.ch

Brussels Airlines
Zürich – Brüssel – Bilbao
http://www.brusselsairlines.com/de_ch/

Zug
Zürich – Paris Gare de Lyon – Paris Montparnasse – Irun – San Sebastian
In Paris umsteigen zum Gare de Montparnasse (Vorsicht: nur 50 Minuten Zeit zum Umsteigen)
Reisezeit ca. 12 Stunden

Anmeldung

Gerne nehmen wir Ihre Reservation so bald wie möglich entgegen.

Bitte beachten Sie, dass die Zahl der ReiseteilnehmerInnen beschränkt ist. Für den Fall, dass die Mindestzahl Reisender unterschritten wird, behält sich die WOZ eine Verschiebung oder Stornierung der Reise vor. Kurz nach dem Anmeldeschluss wird Ihnen mitgeteilt, ob die Reise stattfindet.

Bei Fragen wenden Sie sich per E-Mail an unterwegs@woz.ch oder rufen Sie uns an:
+41 (0)44 448 14 83

Literatur

  • Jo Lang: «Das baskische Labyrinth. Unterdrückung und Widerstand in Euskadi». Frankfurt 1983. ISP-Verlag.
  • Ingo Niebel: «Das Baskenland. Geschichte und Gegenwart eines politischen Konflikts». Wien 2009. Promedia Verlag.
  • Patrick Eser: «Fragmentierte Nation – globalisierte Region? Der baskische und katalanische Nationalismus im Kontext von Globalisierung und europäischer Integration». Bielefeld 2013. Transcript Verlag.
  • Bernardo Atxaga: «Ein Mann allein». Roman. Zürich 2002. Unionsverlag.
  • Joseba Sarrionandia: «Der gefrorene Mann». Roman. Übersetzt von Petra Elser und Raul Zelik. München 2007. Blumenbar-Verlag.
  • Raul Zelik. «Der bewaffnete Freund». Roman. München 2007. Blumenbar-Verlag.

Statements von TeilnehmerInnen der WOZ-LeserInnen-Reise ins Baskenland 2014

Die WOZ-Reise ins Baskenland ist ein Sprung mitten ins Leben. Der Kontakt mit den baskischen Partnern bringt einen in direkten Kontakt zu den politischen und sozialen Ereignissen des Alltags. Man erkennt, dass auch nach dem Ende des bewaffneten Kampfs die baskische Kultur und Vergangenheit unterdrückt und an den Rand der Legalität gedrängt wird. Jeder baskische Aktivist, so auch mancher Gesprächspartner, steht mit einem Bein im Gefängnis. Trotz dieser unsicheren Welt spüren wir Spontanität und Lebenslust im baskischen Alltag und staunen über die Intensität der politischen Beteiligung.
Noldi Stettbacher

«Das Baskenland liegt irgendwo in der Nähe von Frankreich abgelegen in den Bergen». Das war meine diffuse Vorstellung. Ich bin sehr erfüllt und dankbar von der WOZ-Reise heimgekehrt. Ich fand den Zugang zu einer mir bis jetzt unbekannten Welt, von der in unseren Alltagsmedien selten berichtet wird. Die Vernetzung und die fundierte Kenntnis von politischen und kulturellen Themen und Aktualitäten der Reiseleitung waren einmalig. Sie öffneten uns die Türen zu Institutionen und Behörden, schafften Begegnungen mit Persönlichkeiten und Politikern vor Ort. Ich fühlte mich wohl in der Gruppe und genoss daneben den Aufenthalt am Meer und die abendliche Lebhaftigkeit vor dem Hotel.
Lis Haupt

Etwas mehr Zeit für Besichtigungen, einige (aber nicht gravierende) Schwachstellen in der Kommunikation, anfangs auch Unklarheit darüber, wann das Programm endet und die Freizeit beginnt – natürlich verlief nicht alles reibungslos. Aber ich habe mich in der Gruppe sehr wohl gefühlt und fand es schön, dass alle sehr offen waren. Und die Reiseleitung hat die verwirrend vielen Informationen sehr kompetent einsortiert und die Gespräche schnell und flüssig übersetzt. Ein grosses Dankeschön an alle!
Beat Stehrenberger

Wer beim Stichwort Baskenland nur an ETA denkt, der/dem sei die Baskenland-Reise wärmstens empfohlen. Das reichhaltige Programm zeigt neben der Unabhängigkeitsbewegung die auch sonst sehr breite und lebendige baskische Widerstandskultur auf. Obwohl ich in den letzten zwanzig Jahren schon mehrere Monate im Baskenland verbrachte und ich mich intensiv mit der politischen Situation auseinandersetze, war für mich die Reise sehr spannend und lehrreich.
Markus Tellenbach

Die WOZ-Reise ins Baskenland können wir jedem und jeder – egal welchen Alters – nur empfehlen. Da herrscht ein frischer, von Hoffnung getragener Geist: Du kommst in Kontakt mit der Bevölkerung, sogar auch mit Bauern. Du triffst dich mit Flüchtlingen und mit ehemaligen Strafgefangenen. Du lernst vielerlei PolitikerInnen von links und auch von rechts kennen. Du lernst die wichtigsten baskischen Städte kennen und natürlich die Geschichte des Baskenlands von dem Karolinger Roland (Neffe Karls des Grossen) bis in die Gegenwart.
Du willst für Stunden ausspannen, um im Meer zu baden oder um eine kleine Bergwanderung mit Blick auf das Meer zu unternehmen? Aber bitte! Beides findest du gleich vor deiner Haustüre. Und am Ende merkst du, wie manches dort so ganz anders aussieht, als du es dir vorgestellt hast.
Claudia Widmer und Hanspeter Koch

Die von euch vorbereitete, organisierte und begleitete Reise war wunderschön, interessant und verlief reibungslos – herzlichen Dank dafür.
Natürlich sind Statements mit grosser Vorsicht zu geniessen. «Ich glaube nur, was ich sehe, doch leider sehe ich nur, was ich glaube», dieses Wahrnehmungsphänomen gilt für alle. Dennoch möchte ich festhalten: Mir gefielen die Fahrten mit dem Bus sehr gut; sie vermittelten wichtige Eindrücke über das Land. Bei den Interviews schätzte ich, wenn die Teilnehmenden wirklich zuhörten und die Gespräche von der Reiseleitung geführt wurden. Mehr Pausen wären besser gewesen, mehr kulturelle Begegnungen ebenso, aber insgesamt haben mich die Reise, das Engagement der WOZ, die Offenheit des Denkens beeindruckt und mir viel Freude gemacht.
Edi Probst