Kultur/Wissen

21.05.2015

«Der Konsumwunsch erwächst aus den kapitalistischen Arbeitsbedingungen»

Wir leben in einer Zeit der Wunschexplosion, sagt der Psychoanalytiker und Ethnologe Mario Erdheim, und das sei nicht schlecht – jedenfalls dann nicht, wenn das Wünschen auch die Arbeitswelt einbezieht. Das ist angesichts der gesellschaftlichen Verhältnisse schwierig. Aber nicht unmöglich.

14.05.2015

Alles bloss Wortklauberei?

Für den Vorschlag einer geschlechtsneutralen Endung auf -x wurde Lann Hornscheidt massiv bedroht. Dabei geht es um mehr als um einen Buchstaben.

14.05.2015

Willkommen! Für ein Befreunden mit dem Fremden

Wir brauchen einen anderen Blick auf die Einwanderung. Wie dieser aussehen könnte, schreibt unser Autor in einem Brief, den er an den Solothurner Literaturtagen vortragen wird.

07.05.2015

Ein Pakt des Schweigens

Zehn Jahre nach «Ohio» legt Ruth Schweikert einen neuen Roman vor. «Wie wir älter werden» erzählt Familiengeschichten über drei Generationen hinweg: von Liebe, Untreue, Lügen und jugendlicher Rebellion.

30.04.2015

«Wir würden zu unseren eigenen Ausserirdischen»

Wo ist eigentlich die Zukunft geblieben? Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn sagt, warum die Besiedlung des Weltraums kein utopischer Akt ist. Und was es bräuchte, um die Krise der Utopie zu überwinden.

30.04.2015

Die Strategie zur Veränderung der Welt

Die Regierung stürzen oder Banker verhaften: Das wäre in der Sache nicht falsch, aber das System lässt sich damit nicht aushebeln. Wie also sähe eine utopische Politik der Gegenwart aus?

23.04.2015

«Behaltet das Geld, und öffnet die Türen»

Die senegalesische Autorin Mariétou Mbaye, deren Bücher unter dem Pseudonym Ken Bugul erscheinen, plädiert für die Abschaffung der Entwicklungshilfe. Jetzt porträtiert sie ein Schweizer Dokumentarfilm.

23.04.2015

Im Haus der Zeit

Sein Buch «Die offenen Adern Lateinamerikas» über die Ausbeutung des Kontinents hat Generationen in Lateinamerika befeuert. Aber Eduardo Galeano feierte auch die Liebe zu Uruguay.

16.04.2015

Vom Ökoromantiker zum Berufsgefangenen

Die Biografie des Bündner «Ökoterroristen» ist auch ein Krimi. Das liest sich bestens, auch wenn der Erkenntnisgewinn gering ist.

16.04.2015

So schmierig wie das Gel in seinem Haar

Vor dem Schweizer Dagobert kniet das deutschsprachige Feuilleton nieder. Bevor die Begeisterung für den Schnulzensänger überbordet, sollte man vielleicht mal seine Musik anhören.

09.04.2015

«Ich weiss nicht, ob mein Nachbar diesen Raps anbaut»

Dank neuer gentechnischer Methoden lassen sich Pflanzen aus dem Labor oft nicht mehr von ihren natürlichen Verwandten unterscheiden. Behörden in der Schweiz und in der EU arbeiten bereits an einer Neudefinition von Gentechnik.

09.04.2015

Die Austreibung der sozialen Vernunft

Nach Martin Suter ist Rolf Dobelli wohl der erfolgreichste zeitgenössische Schweizer Autor. In seinen Selbsthilfebüchern hat er das Leben fest im Griff. Doch was steckt hinter seinen Ratschlägen für eine glasklare Rationalität?

02.04.2015

«Entschleunigung ist der falsche Weg»

Kann man den Kapitalismus ausbremsen? Nein, sagt der Philosoph Armen Avanessian. Gegen die nostalgische Folklore linker Bewegungen setzt er auf die Verheissungen der Moderne: Fortschritt und Geschwindigkeit.

26.03.2015

Mit Big Data und schlauer Software auf Verbrecherjagd

Wenn der Computer hilft, Einbrüche zu verhindern: Mit Precobs, einem Programm, das vorhersagt, wo Delikte stattfinden werden, hat die Zürcher Stadtpolizei angeblich grossen Erfolg. Wie funktionieren solche lernfähigen Maschinen – und wann wird der letzte Dieb gefasst?

19.03.2015

Haben Sie heute schon kuratiert?

In einer immer unübersichtlicheren Welt avanciert der Kurator zur Retterfigur, die Ordnung stiftet. Aber wenn alles schon Kuratieren ist, was hat das Wort überhaupt noch zu bedeuten?