Ein Kunstwerk im Rahmen der Art Basel sollte den Diskurs über den Stadtraum befruchten. Doch die Befruchtung lief anders als vorgesehen.
Ein Kunstwerk im Rahmen der Art Basel sollte den Diskurs über den Stadtraum befruchten. Doch die Befruchtung lief anders als vorgesehen.
Wer seine Geschichte aufarbeitet, der gewinnt Erkenntnisse, vielleicht die Zukunft. Wer die Geschichte verdrängt, dem bleiben Spuk und Schicksal. Nach fünf Jahren Bankenrettung in der Schweiz setzen sich beim Steuerdeal mit den USA noch einmal die VerdrängerInnen durch.
Die Zürcher und die Basler Kantonalbank stehen im Strudel um unversteuerte Gelder aus den USA. Lehnt das Parlament den Bankendeal des Bundesrats ab, drohen ihnen eine Anklage in den USA und schwerer wirtschaftlicher Schaden.
Er ist eine lebende Filmlegende. Der 88-jährige georgische Regisseur Marlen Chuzijew wurde mit seinen Tauwetterfilmen um 1960 berühmt: «Iljitschs Tor» und «Juliregen» gelten als Klassiker. Nun war er zu Gast in Basel.
Der Schweizer Rohstoffgigant Glencore-Xstrata ist auf den Philippinen massgeblich an einem riesigen Kupferabbauprojekt beteiligt. Strategische Unternehmensinteressen treffen auf Staatsversagen.
Die Regierung von Puntland im Norden Somalias hat der Piraterie ein Ende bereitet. Doch damit gerät die Region in Vergessenheit, Hilfsgelder drohen zu versiegen. Und bereits brechen neue Konflikte aus.
Die Polizei löste am Abstimmungssonntag eine spontane Demonstration gegen eine rigide Asylpolitik gewaltsam auf.
Nach Ausschreitungen zwischen Fussballfans und der Polizei fahnden Luzerner Behörden im Internet nach mutmasslichen Tätern. Dabei verstossen sie wohl gegen das Datenschutzgesetz. Fans fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.
Wichtige Zahlen zum aktuellen Bienensterben werden vom grössten Imkerverein der Schweiz unter Verschluss gehalten. Auch staatliche Stellen rücken die Angaben nicht heraus. Die Zahlen könnten die Forderung unterstützen, den Einsatz von Pestiziden weiter zu beschränken.
Die Binz in Zürich steht leer. Die BesetzerInnen sind ausgezogen, geräuschlos fast. Auf dem Koch-Areal haben sie ein neues Zuhause gefunden. Doch die Grossbank UBS will sie auch dort loswerden.
Die US-amerikanische Autorin Lydia Davis ist am 23. Mai 2013 in London mit dem Man Booker International Prize geehrt worden. Ein Blick in die Welt ihrer «short short stories».
Am Sonntag wird über das Asylgesetz und damit auch über die EritreerInnen abgestimmt – und kaum jemand kennt sie. Ab und zu erscheint eine Meldung über eine Schlägerei, so gerade wieder am letzten Wochenende. Was steht hinter ihren Konflikten? Unterwegs in einer zerstrittenen Diaspora.
Der Filmemacher Mano Khalil hat schon SchrebergärtnerInnen in Bümpliz bei Bern mit der Kamera begleitet. Auch in «Der Imker» geht es um Migration, Integration und die eigenen Träume.
Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran machen die politische Verengung in dessen Machtapparat deutlich. Revolutionsführer Ali Chamenei duldet keine Abweichungen. Reformkräfte hoffen auf einen breit getragenen Wahlboykott.
Die Revolte in der Türkei wird die konservative Regierung nicht aus dem Amt fegen. Aber das System Erdogan ist nicht länger unbestritten. Die Demonstrationen haben das Land bereits verändert.
Es wird Zeit, dass sich die Schweiz ihren kolonialen Verstrickungen und den daraus hervorgegangenen Bildern und Denkmustern stellt: Das zeigt eine neue Generation kritischer Historiker und Ethnologinnen.
Wie fast alle grösseren Schweizer Städte ist auch Luzern in den letzten Jahren von derselben strukturellen Entwicklung erfasst worden: Der Raum wird knapper, die Mieten steigen.
Die Industrie produziert immer mehr Konsumgüter, die Nanosilber enthalten. Die allermeisten sind indes weder nützlich noch sinnvoll. Sie gefährden allenfalls die Umwelt.
Im zerstörten Syrien harren Millionen Menschen ohne Versorgung aus. Die internationale Hilfe endet am türkisch-syrischen Grenzzaun. Doch ein paar private Helfende wagen sich noch in die Zonen des Elends.
Zuerst brannten Autos und Abfallcontainer. Dann ein Polizeirevier. Und schliesslich eine Schule. Unerwartet kam der Ausbruch im Stockholmer Aussenbezirk Husby nicht.
In der friedlichen, reichen Schweiz scheint der Notstand zu herrschen: Per Dringlichkeitsrecht wurde das Asylgesetz erlassen, über das am 9. Juni abgestimmt wird. Diese Panikmache allein ist Grund genug, ein klares Nein in die Urne zu legen.
Die Kantone geben immer weniger Geld für Unterstützungsbeiträge für StudentInnen aus. Damit werden die Schweizer Universitäten zunehmend zu Hochschulen für Kinder reicher und bildungsnaher Eltern.
Zweimal Aufklärung: einmal für Jugendliche, einmal für MittelstufenschülerInnen. «Make Love» und «DAS machen?» überzeugen in vielen Punkten. Einige Einwände bleiben trotzdem.
Die Aufregung um die Steuerbehörde IRS, die gezielt konservative Interessengruppen kontrollierte, verdeckt den Blick auf den Ausverkauf der US-Politik.
Vierzehn Jahre nach «F. est un salaud» kommt ein neuer Film von Marcel Gisler in die Kinos. Warum er so lange keine Filme machte, was sein neuer Film «Rosie» mit seinem eigenen Leben zu tun hat und wie er die achtziger Jahre in Berlin verbrachte.
Auf Druck der Türkei wird die Einrichtung einer Flugverbotszone in Syrien immer wahrscheinlicher. Damit würden westliche Mächte in den Krieg eintreten. Mit möglichen Folgen, die kaum in ihrem Sinn sind.
Glencore-Xstrata lud letzte Woche zur Generalversammlung. AktivistInnen protestierten vor dem Theater-Casino Zug gegen den Rohstoffkonzern.
Die Unternehmenssteuerreform III würde die Firmen um bis zu 3,9 Milliarden Franken entlasten, die Bevölkerung soll die Ausfälle ausgleichen. Linke Politikerinnen und Ökonomen kritisieren die Vorschläge und drohen mit dem Referendum.
Im November letzten Jahres verkündete der Verein Swissholdings an einer Pressekonferenz seinen Unmut über den absehbaren Wegfall des Holdingprivilegs.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sprayer, der «Gegen alles!» an die Wand sprayt, und einem, der dieselbe Wand mit «FCZ» versieht? Der erste macht sich wegen Sachbeschädigung strafbar. Der zweite gilt zudem als Fussballgewalttäter.
Mit seinem Roman «Der Schatten des Sultans» erweist sich der kamerunische Autor Patrice Nganang erneut als grosser Geschichtenerzähler. Er erzählt aber auch Geschichte: jene des ingeniösen Sultans Njoya und von dessen Königreich Bamum in Westkamerun zur Zeit der Kolonialisierung.
Etrit Hasler über den letzten Titanen des Fussballs.
Der indische Supreme Court gilt als einer der einflussreichsten Gerichtshöfe der Welt. Weil er unabhängig von der Politik agiert und sich von niemandem dreinreden lässt – auch von multinationalen Firmen wie Novartis nicht.
Vermehrt zeigen sich die Frauen von bürgerlichen und Mitteparteien nicht einverstanden mit den Entscheiden der Parteioberen. Politisieren Frauen anders? Die WOZ hat nachgefragt.
Keiner schweigt so beredt wie der US-amerikanische Schauspieler Harry Dean Stanton. In ihrem Porträtfilm «Harry Dean Stanton. Partly Fiction» bringt ihn die Bernerin Sophie Huber zum Singen und taucht in die Tiefe seiner Seele.
In Guatemala wurde ein ehemaliger Gewaltherrscher unter schwierigen politischen Bedingungen wegen Völkermord verurteilt. Die Justizbehörden in anderen Ländern hätten es leichter – und tun nichts.
Nach der Besetzung der polnischen Botschaft 1982 kopierte der Bund heimlich Geheimpapiere.