Startseite

«Ah, der Türke, ah, der Araber»

Der Berliner Journalist Deniz Yücel liest mit seinen KollegInnen rassistische Leserbriefe vor und macht so grosses postmigrantisches Kabarett. Yücel spricht über diese Hate-Poetry-Shows, die Kunst der Polemik und sein Buch über die türkische Gezi-Bewegung.

Millionen für die Sicherheitsindustrie

Neue Dokumente zu den Asylunterkünften des Bundes, die der WOZ vorliegen, zeigen detailliert auf, wer im Asylgeschäft am meisten profitiert: Es sind nicht die Betreuungsdienstleister, sondern die Sicherheitsfirmen.

Im Land der Kraftfelder und Gräben

Gibt es bei Abstimmungen einen Röstigraben oder doch eher ein Ost-West-Kontinuum? Ist es schlimm, wenn Junge nicht abstimmen? Und brächten Stadtkantone fortschrittlichere Volksentscheide? Antworten des Politologen und Statistikers Werner Seitz.

«Unser Ekeko möchte nach Hause»

Für das Historische Museum in Bern ist er eine Steinfigur, für das Volk der Aymara ein Teil ihres Wesens: der «Geist des Ekeko». Nun wollen ihn die indigenen BolivianerInnen zurück. Der Aussenminister reiste extra nach Bern, um ihn zurückzuholen. Er hat Zeit.

Fassbomben, Gottes Wille und Demokratie

Die syrischen Regierungstruppen lassen Aleppo ausbluten. Die zerstrittenen Islamisten leisten verstärkt Widerstand. Und mittendrin versucht sich Dschamal Maruf zu behaupten, der neue Liebling des Westens.

Das Internet ist erkältet

Der Name tönt dramatisch. Und was dahintersteckt, kommt dem GAU gleich. «Heartbleed», Herzbluten, ist die gravierendste Sicherheitslücke seit Erfindung des Internets. Und ja, die Bezeichnung ist angemessen, die Lage ist prekär.

«Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten»

Die Katastrophe kann abgewendet werden, sagt der neue Bericht des Weltklimarats. Bloss: Realistisch scheint das nicht. Denn um weiter hoffen zu können, müsste man das Denkparadigma der ökonomischen Wissenschaften verlassen.

Der eigentliche Tamiflu-Skandal

Tamiflu war ein Fetisch. Die Schamanen der Basler Firma Roche verkündeten seine Wirksamkeit. Und alle kauften das Medikament, weil man sonst nichts hatte, was die Dämonen vertrieb.

Wenn die Zentralbank alle Übel heilen soll

In diesen Tagen wird eine eidgenössische Initiative für eine sogenannte Vollgeldreform lanciert. Was taugt die Initiative? Die WOZ hat Joseph Huber, den Vordenker der Vollgeldidee, bei ihm zu Hause in Berlin besucht.

Holzhacken ist heilsam

Was tun mit Kindern und Jugendlichen in Schwierigkeiten? Der Berghof Stärenegg setzt auf ein Leben in Bauernfamilien und Arbeit mit den Händen. Ein Besuch im Emmental.

Anarchie im Kinderzimmer

Schon der US-amerikanische Autor Norman Mailer protestierte mit Lego gegen das Big Business. Jetzt haben zwei erwachsene Buben einen ganzen Blockbuster aus Lego gebastelt.

«Was ist das für eine Demokratie?»

Ständig sind irgendwo in Spanien die Angehörigen von über 500 baskischen Gefangenen unterwegs, um Väter, Brüder oder FreundInnen in weit entfernten Haftanstalten zu besuchen. Ein Reisebericht.

Der Kalte Krieg war nie ganz vorbei

Seit 1989 bedrängt die Nato Russland. Angesichts dieser Chronologie der Nadelstiche ist es nachvollziehbar, dass Wladimir Putins Annexion der Krim bei der russischen Bevölkerung grosse Zustimmung findet.

Auf Schulreise mit der Businessklasse

Geleitschutz in Brasilia, Visitenkarten en masse, gutväterliche Sätze an die GastgeberInnen: Tagebuch einer Geschäftsreise mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann durch Brasilien.

Replik des AKW-Kritikers

Der Ingenieur Heini Glauser fürchtet, das AKW Beznau würde ein Extremhochwasser nicht überstehen. Beznau steht unterhalb von Brugg mitten in der Aare auf einer Insel. Glauser hat in den letzten drei Jahren viel Datenmaterial zur Hochwasserfrage zusammengetragen.

Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Gene

Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung nimmt in seinem eben veröffentlichten Bericht die Versprechungen der personalisierten Medizin unter die Lupe. Was bringt Big Data im Gesundheitswesen?

Zwischen Erinnerung und Selbstzensur

Der Versöhnungsprozess nach dem Genozid von 1994 ist mehrheitlich von oben diktiert. Zumindest solange die Bevölkerung von der guten wirtschaftlichen Entwicklung Ruandas profitiert, ist ein Ausbrechen neuer ethnischer Gewalt unwahrscheinlich.

Regierung foult Wagenplatz

Einen Fussballplatz haben sie schon, keinen grossen zwar, aber dafür auf Rädern: Ein fahrender Tischfussballkasten begleitete die 500 DemonstrantInnen, die am vergangenen Sonntag für den Erhalt des Wagenplatzes in Basel auf die Strasse gingen.

Barrikaden gegen Bagger

Samstagnachmittag auf dem Labitzke-Areal in Zürich Altstetten: In einem improvisierten Märlizelt wird einer Handvoll Kinder die Geschichte vom winzigen, aber klugen Fisch Swimmy erzählt. Rundherum geht es laut zu und her.

Wenn sich das Zentrum nur um den Konsum dreht

Was genau bedeutet die Parole «Recht auf Stadt» des französischen Soziologen Henri Lefebvre? Ein Gespräch mit dem Stadtforscher Klaus Ronneberger über das neue Interesse an Lefebvre und dem urbanen Raum.

Opportunistische Neutralität

Die Neutralität in Person. Als Didier Burkhalter letzte Woche die Position der Schweizer Regierung im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland darlegte, machte er es eigentlich allen recht.

Rein und raus in Graubünden

Der junge Bündner Autor Andri Perl bringt einen Söldner und einen Verbannten in einer Asylunterkunft zusammen. Das Theater Chur zeigt in reduzierten Bildern ein hochaktuelles Stück.

Reformen im sozialistischen Gang

Der kubanische Staats- und Parteichef Raúl Castro will mit einem Investitionsgesetz die Abhängigkeit von Venezuela mindern. Kuba bietet ausländischen Unternehmen exzellent ausgebildete Arbeitskräfte.

Die Geachteten

Die reichsten ukrainischen Oligarchen sind nicht auf der Liste der Personen, deren Vermögen in der Schweiz gesperrt wurde. Sie haben ihren Reichtum aber genau so ergaunert wie der Janukowitsch-Clan – und haben ihre Firmen hier domiziliert.

Die Geächteten

Die Schweiz hat die Konten und Vermögen wichtiger ukrainischer ExponentInnen blockiert. Auf der Liste stehen 29 Namen. Von zweien ist bekannt, dass sie Firmen in der Schweiz unterhalten: der Sohn des Exstaatspräsidenten Wiktor Janukowitsch und der noch nicht dreissigjährige Oligarch Serhi Kurtschenko.

Das Habsburger Reich, ein früher Testfall für Europa?

Im österreichisch-ungarischen Vielvölkerstaat genossen Juden seit 1867 staatsbürgerliche Rechte. Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems fragt hundert Jahre nach seinem Untergang provokant: Waren die JüdInnen die ersten EuropäerInnen?

Höhere Zäune, höhere Erwartungen

Die derzeitige Migrationswelle von Nordafrika nach Europa hat verschiedenste Ursachen. Sie liegen auch im Arabischen Frühling. Vor allem in Libyen floriert ein lukrativer Menschenhandel, und MigrantInnen gelten als «Handelsgut».

Die Roboterin, die behauptet, sie sei keine

Die technisch immer weiter entwickelte Simulation von Intelligenz in Maschinen greift zunehmend auf den emotionalen Haushalt der Menschen über. Das sollte uns zu denken geben.

Hans-Jürg Käser kegelt weiter

Während sich der bernische Polizeidirektor Hans-Jürg Käser auf der nationalen Bühne profiliert, geht es in seiner Direktion drunter und drüber. Am Sonntag wird er wohl dennoch wiedergewählt.

Werwölfe trollen sich

Sie wollten Härte zeigen – jetzt geben die Organisatoren der Demo «Stopp Kuscheljustiz» auf. Ihre Nähe zu Neonazis war offensichtlich.

Kinder stärken geht anders

Es klingt so einfach, so einleuchtend. «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen.» Wer kann da schon dagegen sein?

RSS - Startseite abonnieren