Datenlecks mit politischer Sprengkraft und Cross-Border-Journalismus

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Ein riesiges Datenleck beim israelischen Justizministerium steht am Anfang dieser Recherche. Yossi Bartal, ein in Berlin lebender und aus Israel stammender Journalist, hat sich tief darin eingegraben und eine grosse Geschichte ans Licht geholt: Das israelische Justizministerium verfolgt seit Jahren gezielt eine Strategie, um eigene (Ex-)Regierungsbeamte vor der Strafverfolgung im Ausland zu schützen. Man spricht in diesem Zusammenhang von «Lawfare» – der Nutzung des Rechts als Waffe.

Gemeinsam mit dem Netzwerk «European Investigative Collaborations» (EIC) hat Bartal dann die europaweite Verbreitung der #IsraelFiles aufgegleist – und für den Schweizer Kontext die WOZ – Die  Wochenzeitung ins Boot geholt. Denn dieser Kontext hat es in sich: Der Genfer Anwalt und FDP-Politiker Christian Lüscher arbeitete im Rahmen eines Mandats der Wirtschaftskanzlei CMS für das israelische Justizministerium, um eine Klage gegen israelische Regierungsmitglieder in der Schweiz abzuwenden.

Enrico Kampmann, Jan Jirát und Yossi Bartal erzählen, wie sich ein riesiges Datenleck strukturieren und auswerten lässt, sodass am Ende eine investigative Story entsteht. Sie zeigen auch auf, welche grossen Vorteile und welche Herausforderung eine grosse internationale Recherchekooperation mit sich bringt. 

Moderation: investigativ.ch

Speaker: Enrico Kampmann und Jan Jirát (WOZ), Yossi Bartal 

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Dies ist eine Gesprächsreihe der Gessnerallee in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen: Einmal im Monat wählt eine Redaktion ein journalistisches Schwerpunktthema aus und diskutiert es live mit dem Publikum. Dieses Mal geht es um die Nutzung heikler Datenlecks sowie um die Vorteile und Herausforderungen bei internationalen Recherchekooperationen.