Liebe Leserin, lieber Leser
Zuallererst: Wir hoffen sehr, dass Sie wohlauf sind! Sollten Sie oder Ihre Liebsten nicht gesund sein, so wünschen wir Ihnen eine gute und rasche Besserung.
In Coronazeiten werden Nachrichten schnell alt. Die News von Mitte März sind schon sehr fern: Da berichtete die «NZZ am Sonntag» von wüsten Szenen in der Swiss-Schalterfiliale am Zürcher Paradeplatz.
Eine App auf jedem Smartphone soll im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus helfen. Der Datenschutz sei gewährleistet, heisst es – doch Skepsis ist angebracht.
Mit immer absurderen Methoden versucht US-Präsident Donald Trump, Venezuela wirtschaftlich zu erledigen. Zuletzt schickte er seine Flotte vor die Karibikküste – weil Drogenkartelle die Coronakrise ausnützen würden.
Auch Wochen nach dem Lockdown bleiben Geflüchtete unzureichend geschützt. Die Verfahren laufen derweil weiter – notfalls auch ohne Rechtshilfe. Das grosse Versprechen der Asylgesetzrevision ist damit obsolet.
Der Katastrophenzustand wegen der Coronapandemie hat die Proteste gegen Chiles Präsident Sebastián Piñera und das neoliberale Gesellschaftsmodell vorerst unterbrochen. Erledigt sind sie aber noch lange nicht.
Wer die Coronapandemie wirtschaftlich nicht übersteht, steht eigentlich schon fest: Es sind Kleinbetriebe und niedrig qualifizierte ArbeitnehmerInnen – zum Beispiel im Gastgewerbe.
Vera Brandstetter fühlt sich nicht willkommen, als sie am Eisenzaun eine Raucherin antrifft. Doch immerhin erfährt die Kriminalpolizistin, wonach sie als Nächstes suchen muss: nach einer Gartenlaube.
Einschätzungen zu Tests, Masken und Impfstrategien gibts schon genug. Ein kleiner Streifzug durch Gedankengänge und Thesen von NichtvirologInnen.
Die Sorge um die Mitmenschen bleibt lokal, das politische Handeln national: Die Solidarität, auf die sich europäische Gesellschaften derzeit einschwören, findet in altbekannten Mustern statt. Sie offenbart Verlogenheit und doppelte Standards. Eine Gegenrede.
Mitten in der Coronakrise wurde im Kosovo die Regierung des linken Hoffnungsträgers Albin Kurti entmachtet. Wie die USA fleissig mithalfen, ihn aus dem Weg zu räumen.
Die Netzaktivistin Caroline Sinders versucht, Algorithmen den Sexismus auszutreiben. Wegen ihrer kritischen Forschung, etwa zum Hass gegen Frauen in der Gamercommunity, wird sie immer wieder angegriffen – einmal hat ein Internettroll ihrer Mutter eine Spezialeinheit auf den Hals gehetzt.
Zoos und Tierparks inszenieren Wildnis und Natur. Nun sind sie geschlossen, und die Tiere beobachten die verbliebenen Menschen. Der Perspektivenwechsel lässt auch die Frage aufkeimen, ob die Institution Zoo noch zeitgemäss ist. Zu Besuch in Bern, Goldau, Gossau und Frauenfeld.
Während der Coronakrise klärt die WOZ Fragen ihrer LeserInnen. Haben Sie ebenfalls eine Anregung? Dann schreiben Sie an wunsch@woz.ch.
Wie viel darf ein Leben kosten?, fragen nun immer mehr Ökonomen und Wirtschaftsvertreterinnen.
Über fahrende Waffen und die neue Weite der Welt: Die Parallelen von Klima- und Coronakrise – und die fundamentalen Unterschiede.
Die TX Group, der reichste Medienkonzern der Schweiz, will trotz Krise Dividenden in Millionenhöhe auszahlen – rennt aber gleichzeitig bettelnd zum Staat. Aus der Branche gibt es aber auch gute Nachrichten zu vermelden.
Welche Optionen gibt es, um den Lockdown sukzessive wieder rückgängig zu machen? Ein Vorschlag für das geordnete Ende des Ausnahmezustands.
Die Coronaquarantäne stellt die Menschen in den Favelas vor ein Problem: Wenn sie nicht arbeiten, verlieren sie ihr Einkommen. Statt auf den Staat zu warten, organisieren sie sich nun lieber selbst. Ein Streifzug.
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Die Pandemie bedroht das Leben und die wirtschaftliche Existenz von Millionen – und doch verweist die globale Krise auch auf die Möglichkeit einer besseren Zukunft. Über einen historischen Augenblick extremer Offenheit.
Die WissenschaftlerInnen von Swild untersuchen das Verhältnis zwischen Mensch und Tier in Schweizer Städten. Ein Gespräch über Forschung in Zeiten des Lockdown, Trends in der Biologie und wissenschaftliche Freiwilligenarbeit.
Für die Europäische Union wird die Virusbekämpfung zur Existenzprobe: Bei der Koordination dominieren die Mitgliedstaaten, während die Frage nach der Finanzierung alte Konfliktlinien neu akzentuiert.
Während patriarchale Gewalt in der Quarantäne steigt, halten die Frauen im Niedriglohnsektor das System aufrecht. Ein feministischer Blick auf die Krise.
Die rechten Regierungen in Polen und Ungarn wittern im Windschatten der Coronakrise Morgenluft: Budapest verabschiedet skandalöse Notstandsgesetze, in Warschau hält die PiS an den anstehenden Wahlen fest, um ihre Macht zu zementieren.
Am Samstag wählt Labour einen neuen Vorsitz. Aber wie kann sich die Partei aus dem Loch befreien, in dem sie zurzeit steckt? Auf der Suche nach Antworten in der roten Hochburg Liverpool.
Die Historikerinnen Monika Dommann und Sibylle Marti haben ein Buch zur Schweizer Rüstungsproduktion im Kalten Krieg veröffentlicht. Ein Gespräch über das Geklüngel zwischen Militär und Industrie, den Mythos Neutralität und die Machenschaften der Crypto AG.
Bei einem Abstecher ins Vergnügungsviertel trifft Kriminalpolizistin Vera Brandstetter nur auf leere Trottoirs. Dafür ist sie nun der Frau auf der Spur, die sich wiederholt mit der Polizei angelegt hat.
Theater auf dem Laptop ist ein Widerspruch. Und doch stehen die Bühnen in der Krise jetzt vor einem digitalen Push. Viele Theater sind noch überfordert, aber wir stehen am Anfang von etwas Neuem.
Wenn vor dem Virus alle gleich sein sollen, sind manche doch eindeutig gleicher.
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Die Schweiz hat in den letzten Jahren Dutzende Spitäler geschlossen und Tausende Betten abgebaut. In der Coronakrise rächt sich das. Kommt es jetzt zum Kurswechsel?
Der Bund will den von der Coronakrise betroffenen Firmen helfen. Gut so – doch wieso sollen die Banken davon am meisten profitieren?
Die Coronakrise offenbart, was schon vorher ein Skandal war: Menschen in systemrelevanten Berufen wie dem Gesundheitswesen tragen unter schlechten Arbeitsbedingungen ein Übermass an gesellschaftlicher Last, gesundheitlichen Risiken und Verantwortung.
Beim Versuch, mit ihrer Familie nach Kroatien zu kommen, wird die kleine Madina Hussiny vom Zug überfahren. Die Behörden sprechen von einem Unfall, die Mutter von einem Verbrechen. Nun entscheidet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Die WOZ hat den Fall rekonstruiert.
Wie kann die Schweiz bis 2030 klimaneutral werden? Seit Monaten diskutieren VertreterInnen der Klimabewegung mit ExpertInnen über einen Plan. Inzwischen liegt ein Entwurf vor. Ein Werkstattbericht.
Das Coronavirus ist nicht der einzige Grund, warum Staaten die Wirtschaft derzeit mit Billionenbeträgen zu retten versuchen. Bedeutender ist der in den letzten Jahren angehäufte globale Schuldenberg. Entscheidend ist nun, dass die Rettung unter klaren Bedingungen geschieht.
Wer das neue Coronavirus Sars-CoV-2 in sich trug, soll danach immun sein. Stimmt das tatsächlich – und wie zuverlässig hält diese Immunität?
Renitente RentnerInnen und vermisste Personen halten die Polizei auf Trab. Derweil trifft Vera Brandstetter auf einen rabiaten alten Mann und stösst auf eine verheissungsvolle Geschichte.
Der Philosoph Giorgio Agamben warnt, dass der behördliche Kampf gegen die Pandemie totalitäre Züge annehme. Dem staatlichen Agieren sollten wir zumindest eine Biopolitik von unten entgegenstellen.
Madita Oeming ist eine der ersten Kulturwissenschaftlerinnen im deutschsprachigen Raum, die Pornos erforschen. Im Gespräch sagt sie, warum es neue Pornos braucht, die Panik über angebliche Pornosucht übertrieben und die hypersexualisierte Jugend eine Mär ist.
Als unersetzlich galt immer nur der andere: 43 Jahre nach dem Texter René Goscinny ist der französische Comiczeichner Albert Uderzo gestorben. Der Miterfinder von Asterix und Obelix wurde 92 Jahre alt.
Nach anfänglichem Zögern hat der Bundesrat am Montag das öffentliche Leben im Land stillgelegt. Eine Spitex-Pflegerin, eine Schulleiterin und ein Apotheker haben der WOZ in dieser aussergewöhnlichen Woche Bericht erstattet.
Die Massnahmen gegen das Coronavirus gebieten uns, wachsam zu sein. Das gilt auch, wenn der Ausnahmezustand einmal beendet ist.
Mit den Massnahmen des Bundesrats gegen die Ausbreitung der Coronaepidemie sind Teile des Wirtschaftslebens eingefroren worden. Hunderttausende müssen um ihren Arbeitsplatz fürchten. Wie kann die Lohnfortzahlung für alle garantiert, wie können die Selbstständigen entschädigt werden?
Die Weisungen der Behörden und die Angst vor dem Virus lassen die Menschen aus der Öffentlichkeit verschwinden. Doch was ist mit der Nachbarin geschehen, die Kriminalpolizistin Vera Brandstetter beim Morgenkaffee vermisst?
Mit jedem Tag wird offensichtlicher, wie wenig die USA auf eine Pandemie vorbereitet sind – und wie dysfunktional das Gesundheitssystem bereits im Normalzustand ist.
24 Stunden nach den Gemeindewahlen kommt die Ausgangssperre. Und Emmanuel Macron, verschrien als Präsident der Superreichen, ruft nun plötzlich nach dem starken Sozialstaat. Wie geht Politik in Zeiten des Virus?
Geflüchtete, Obdachlose, Gefangene: Für die ohnehin Prekarisierten verschärfen sich die Lebensumstände durch das Coronavirus zusätzlich.
Die Friedensverhandlungen mit den USA bringen in Afghanistan wohl die Taliban zurück an die Macht. Aus Angst vor dem reaktionären Backlash kämpfen Frauen und fortschrittliche Kreise vor allem online mit erstaunlicher Resonanz gegen die Macht der alten Garde.