Diese Woche

Nr. 22 –

Liebe Leser:innen

Letzte Woche haben wir die Unterzeichner:innen des Manifests «10 Millionen × Nein» dazu aufgerufen, mit dezentralen Veranstaltungen gegen die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative der SVP mobilzumachen. Und siehe da: Am 5., 6. und 7. Juni werden über vierzig Anlässe stattfinden – von einer Theateraufführung über Grilladen bis hin zum Ständchen einer feministischen Marchingband. Wenn auch Sie spontan noch etwas auf die Beine stellen wollen, teilen Sie es uns per Mail an manifest@woz.ch mit. Nächste Woche veröffentlichen wir Infos zu den Anlässen in der Zeitung.

Ebenfalls in der letzten Ausgabe ist ein Artikel zu Long Covid und ME/CFS erschienen, der zahlreiche Reaktionen ausgelöst hat – darunter sehr kritische. Der Artikel wurde auch redaktionsintern kontrovers diskutiert. Wir haben daher beschlossen, das Thema in einer der nächsten Nummern nochmals vertieft aufzugreifen.

Nun aber schleunigst rein in die aktuelle Ausgabe:

Dass sich Europa auf Jahrzehnte hinaus dem Flüssiggas verpflichtet, ist unser Thema der Woche. Bettina Dyttrich macht sie übergeordnete Gedanken dazu: Wieso wirkt es fast anrüchig, über die Zerstörung der Welt zu sprechen? Wieso scheint die Überwindung des Wirtschaftssystems, das dahinter steht, noch immer schier unmöglich? Und was hat Antifeminismus damit zu tun?

Dass die Leute heute Proteinshakes statt Alkohol trinken, lieber ins Gym als zur Ausschweifung in den Club gehen, mag nicht ganz falsch sein (und angesichts der beschriebenen allgemeinen Lage auch verständlich). Das grassierende Clubsterben aber nur damit erklären zu wollen, greift viel zu kurz, wie Alice Galizia zeigt.

Ausserdem erfahren Sie bei gründlicher Lektüre der Zeitung, wie ein Putsch in St. Gallen vereitelt werden konnte, wieso Schaffhausen einen Hammerwurf vom Kommunismus entfernt ist und ­ wie sich in den USA selbst Republikaner:innen gegen ICE-Ausschaffungslager zu wehren beginnen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr WOZ-Kollektiv