WOZ News

Nr. 10 –

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Wortkarge

«YB schlägt Zürich diskussionslos», meldete die «Basler Zeitung», was Leser E. bedauernd feststellen liess, dass der Zeitgeist nun auch im Fussball angekommen sei: Anstatt gemeinsam Lösungswege auszudiskutieren und zu einem konsensfähigen Resultat zu kommen, gelte nun auch dort das Recht des Stärkeren. Vielleicht hülfe es ja, statt des Goalies einen Mediator ins Tor zu stellen.

Vorauseilende

In den Morgennachrichten auf SRF 1 hörten wir letzten Samstag über das Wetter: «In den USA und im Osten ist es noch länger sonnig.» Hinter dieser Angabe vermuten wir erste Tests hinsichtlich des heiss erwünschten Zollabkommens mit den USA. Seit Donald Trump in einem Nebensatz sein Interesse daran geäussert haben soll, dass das amerikanische Wetter auch in Schweizer Sendern regelmässig vorhergesagt wird – «It’s great, our weather, Swiss people will love our tremendous storms» –, arbeitet Bundesbern an entsprechenden Modellen.

Interessenskonfliktische

«Den Rest des Geldes legen Sparer am besten an. Auch wenn das die Banken aus Eigeninteresse aggressiv propagieren, ist es angezeigt, diesen Rat zu befolgen», schrieb der Wirtschaftsjournalist im «Blick». Anscheinend bringt es in den meisten Fällen nicht viel, sich an die Empfehlungen der Bank zu halten, wenn man sein sauer verdientes Geld zusammenhalten will.

Totgeglaubte

«Die Staatsanwaltschaft sah in den Schüssen ein versuchter Mord», berichtete «Zentralplus». Zum Opfer wurde hier der Akkusativ. Zu unserer Beruhigung tauchte er aber laut «Solothurner Zeitung» kurz darauf in Grenchen wieder auf: «Privatstrassen sind vielfach in einem schlechten Zustand, da die Anrainer den Unterhalt reut.»

Halbbatzige

«Das Schweizer Fernsehen beschert etliche Sportfunktionäre», war in verschiedensten Titeln von CH Media zu lesen. Es scheint dort zu gelten, im Licht der bevorstehenden Abstimmung keine Gelegenheit auszulassen, die SRG zu diskreditieren. Ob der Satz grammatikalisch korrekt ist, ist die Frage. Uns kommt er weitgehend halbiert vor.

Triebhafte

«Körbe, Kisten, Türme: Diese Ordnungshelfer läuten den Frhühling ein», weiss online der «Bund», und man solle die Frühlingsenergie nutzen, um daheim aufzuräumen, «nicht nur die Winderjacken». Immer ruhig mit den jungen Pferden, raten wir dagegen, es gibt noch andere Ställe auszumisten.

Ostafrikanische

«Hat Museveni unbemerkt zugeschlagen?», fragte sich Leser H. nach dem Studium von Seite 11 der letzten WOZ. Auf der dortigen Karte grenzt nämlich südlich an Äthiopien nicht wie üblich Kenia, sondern (Musevenis) Uganda. Hier litt die WOZ vorübergehend an einem Anfall von Dysgeografie; leider können aber künftige Grenzverschiebungen in jener wie in allen anderen Weltgegenden nicht ausgeschlossen werden.

woznews@woz.ch