International

09.07.2020

Der schwierige Schritt in die Realpolitik

Was fordern, wenn plötzlich Gehör da ist? In New York erreichten Protestierende immerhin, dass das Budget der grössten Polizeibehörde der USA gekürzt wurde. Gleichzeitig haben sich strategische Gräben aufgetan.

09.07.2020

Wie ein Stachel im Fleisch

Mit ihrem harten Vorgehen in Hongkong gefährdet Chinas Regierung eines ihrer wichtigsten Finanzzentren. Anders als früher scheint sie das in Kauf zu nehmen – die innenpolitische Stabilität ist ihr wichtiger.

09.07.2020

Stille schleicht durch Amsterdam

«Disneyland an der Gracht»: Mit diesem Image will man in Amsterdam Schluss machen. Doch wie viel gesellschaftliche Erneuerung ist im Post-Lockdown-Zustand überhaupt möglich?

02.07.2020

Schwäbische Völkerschau

Seit es vorletzte Woche zu nächtlicher Randale und zu Plünderungen gekommen ist, hyperventilieren Medien und Politik: Steht im deutschen Südwesten die Zivilisation am Abgrund? Ein Ortsbesuch.

25.06.2020

Wahlkampf mit Blut an den Händen

Präsident Andrzej Duda und die rechtsnationale PiS wollen mit der Diskriminierung von Homosexuellen und Queers WählerInnen für ihren autoritären Kurs gewinnen. Doch überall, wo es rechte Hetze gibt, formiert sich Gegenprotest und Solidarität.

25.06.2020

Die Kämpferin

Auch in Frankreich hat die antirassistische Bewegung seit der Ermordung von George Floyd eine Welle der Solidarität erfahren. Ganz zuvorderst kämpft Assa Traoré: für ihren Bruder, dessen Tod bei einer Festnahme sie seit vier Jahren aufklären will. Und noch für viel mehr.

25.06.2020

«Proteste? Von Soros bezahlt!»

Der britische Autor Peter Pomerantsev über Propaganda – und was wir aus den neunziger Jahren in Russland lernen können.

18.06.2020

Im Schatten der Hydra

Während zur Eindämmung von Covid-19 so gut wie jedes Mittel recht war, ist in Bezug auf die Klimakrise seit vier Jahrzehnten so gut wie nichts geschehen. Ein Essay über eine strukturelle Schizophrenie.

18.06.2020

Staatlich verordnete Amnesie

Bis «Black Lives Matter»-AktivistInnen sie herunterrissen: Warum konnte die Statue eines Sklavenhändlers im Hafen Bristol über hundert Jahre lang in Ruhe stehen bleiben?

11.06.2020

Zwischen Fake News, Bots und Trollarmeen

Die Macht in Libyen wird auch im Kampf um die Deutungshoheit verhandelt: Wer das Narrativ des Kriegs zu beeinflussen versucht und welche Seite dabei kaum vorkommt – eine der wenigen unabhängigen Journalistinnen vor Ort erzählt.

11.06.2020

Aber doch nicht bei uns!

Der Mord an George Floyd in den USA hat weltweit zu Protesten geführt. Insbesondere in Frankreich, wo mehr als die Hälfte der PolizistInnen rechtsextrem wählen.

11.06.2020

Wie sähe eine Welt ohne Polizei aus?

Der Soziologieprofessor Alex Vitale ist der Vordenker einer Idee, die in den USA rapide an Popularität gewinnt: die der Abschaffung der Polizei. So hat die Stadt Minneapolis nach dem Mord an George Floyd und den darauffolgenden Protesten beschlossen, ihren Polizeiapparat aufzulösen.

04.06.2020

Das Knie im Nacken

Am 25. Mai drückte Derek Chauvin aus Minneapolis sein Knie so lange in den Nacken des am Boden liegenden George Floyd, bis dieser erstickte. Der weisse Polizist tötete den gefesselten Afroamerikaner wie beiläufig, mit den Händen in der Hosentasche.

04.06.2020

Eskalation der Staatsgewalt

Die aktuellen Proteste richten sich gegen den rassistischen und gewalttätigen Normalzustand – und stellen zunehmend die Frage: Lässt sich die Polizei als Institution auch abschaffen?

04.06.2020

Nur der nächste Notstand

Rebecca Wood leidet an einer seltenen Autoimmunkrankheit – und hat die Ungerechtigkeit des US-Gesundheitswesens am eigenen Leib erfahren. Seit Jahren kämpft sie deshalb für eine Krankenversicherung für alle. Die WOZ hat die 41-Jährige per Videochat durch ihren Alltag in der Coronakrise begleitet.

04.06.2020

«Bolsonaro will unseren Tod»

Ihre Sterberate an Covid-19 ist fast doppelt so hoch wie die der übrigen Bevölkerung, ihr Lebensraum wird noch schneller abgeholzt als sonst: Wie die Indigenen Brasiliens von der Politik und der Pandemie zugleich bedroht werden.

04.06.2020

Gegen den übermächtigen Riesen

In Deutschland, Frankreich und den USA organisiert sich die Amazon-Arbeiterschaft. Denn während der Onlinehändler zu den grossen Gewinnern der Coronakrise zählt, sind seine Angestellten den Risiken der Pandemie ausgesetzt.

28.05.2020

Der offene Showdown

Nach 1945 marschierten rechtskonservative und völkische Strömungen getrennt – bis sie sich zur AfD zusammenschlossen. Zerbricht die Partei nun endlich an ihren inneren Machtkämpfen?

21.05.2020

42 Euro pro Tag und kein Schutz vor Corona

Sie ernten die frischen Erdbeeren für Europas Supermärkte – und geraten in der Coronakrise noch stärker unter Druck. Nun schliessen sich die MigrantInnen auf Spaniens Plantagen zu Kollektiven zusammen. Ihre Kritik zeigt Wirkung.

21.05.2020

«China nicht als Vogelscheuche benutzen»

Gesichtserkennung, Roboter, Schrittzähler: Das Vertrauen in die Technologie sei in Westeuropa gleich gross wie in China, sagt die Sinologin Katika Kühnreich. Was bedeutet digitale Kontrolle in Zeiten des Coronavirus?

14.05.2020

Salome gegen Goliath

Der pazifische Inselstaat Vanuatu ist von Extremwettern bedroht wie kein anderes Land. Nun beginnen sich die Frauen zu wehren. Ein Besuch bei Salome Kalo, der Beauftragten für Nahrungsmittelsicherheit.

14.05.2020

«Sag mal, wie wahrscheinlich ist das?»

Digitalexpertin Katharina Nocun über Verschwörungsmythen in Zeiten von Corona – und die notwendige Abgrenzung von Protesten gegen Rechts.

14.05.2020

«Soziale Medizin gibt es nur, wenn man kämpft»

Die Sozialanthropologin Janina Kehr beschäftigt sich mit Ungleichheiten in der Gesundheitspolitik. Sie erklärt, warum MigrantInnen in der Coronapandemie besonders exponiert sind – und welche Auswirkungen die Austeritätspolitik in den einzelnen Ländern hat.