Nr. 27/2010 vom 08.07.2010

Mehr Bodenhaftung

Von Stephan Pörtner

Nebenan war es still geworden, wie Pfamatter erleichtert feststellte. Den ganzen Tag hatten seine Nachbarn mit ihrer aufdringlichen, aber nicht ansteckenden Zuversicht die Freizeit vertrieben. Vom Klappern des Frühstücksgeschirrs über das Brummen des Rasenmähers zum Aufheulen der Schlagbohrmaschine klang jedes Geräusch und jeder Lärm so beunruhigend fröhlich, dass Pfamatter sich immer einsamer und verlorener vorkam bei seinem stillen, aber zuweilen durchaus fruchtbaren Nachdenken und Grübeln. Es hätte nicht viel gefehlt, und er wäre in den Garten gegangen und hätte sich bis zu den Waden eingegraben, um ein bisschen Bodenhaftung zu spüren, als nach einem letzten, allumfassenden Glücksseufzer endlich Ruhe war.