Nr. 49/2011 vom 08.12.2011

Arbeit und Gesundheit

Nachdem in der Ringvorlesung «Nach mir die Gesundheit?!» thematisiert wurde, was krank macht, zeigt nun das Referat «Gerechte Unternehmen zeigen Respekt. Luzern machts vor» von Volker Schulte auf, wie gesunde Arbeit organisiert werden kann, welche Tools es gibt und an wen man sich wenden kann, um sich umfassend zu informieren.

Windisch Audimax der Fachhochschule Nordwestschweiz, Klosterzelgstrasse 2,
 Mo, 12. Dezember 2011, 17.15–18.45 Uhr.

Entwicklungszusammenarbeit

Unter dem Motto «50 Jahre Deza – Mehr als Hilfe» lädt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ein zur Wanderausstellung «Die andere Seite der Welt – Geschichten der humanitären Schweiz». Die Ausstellung basiert auf mehr als 300 Stunden gefilmter Interviews, die mit Archivaufnahmen zu kurzen Dokumentarfilmen verarbeitet wurden. SchweizerInnen, die für die Deza, das Internationale Rote Kreuz und Nichtregierungsorganisationen auf der ganzen Welt im Einsatz waren, berichten von ihren Erfahrungen, die sie in der Entwicklungszusammenarbeit und beim Einsatz für die Menschenrechte gemacht haben. Die Ausstellung wird jetzt in St. Gallen und Luzern gezeigt. In Luzern findet die Veranstaltung «Entwicklungszusammenarbeit und Migration: Tropfen auf den heissen Stein oder positive Rückkoppelung?» statt mit Peter Amhof (Chefdelegierter von Caritas Schweiz in Bosnien-Herzegowina), Ylfete Fanaj (Integrationsbeauftragte Luzern) und Eduard Gnesa (Sonderbotschafter für internationale Migrationszusammenarbeit).

St. Gallen Historisches und Völkerkundemuseum, Museumstrasse 50, geöffnet Di–So, 10–17 Uhr.
Die Ausstellung dauert bis 12.  Februar 2012. Luzern Heiliggeistkapelle im Stadthaus, Hirschengraben 17b. Veranstaltung: So, 11.  Dezember 2011, 11 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 15. Januar 2012. www.humem.ch

Pflegepersonal

«Die Pflege unter Druck – das Personal schlägt Alarm»: An dieser Veranstaltung im Rahmen der politischen Abendgottesdienste spricht Brigitte Gügler, Gewerkschaftssekretärin VPOD Zürich und Koordinatorin verschiedener Pro-
testaktionen.

Zürich Pfarreisaal Liebfrauen, Weinbergstrasse 34, Fr, 9. Dezember 2011, 18.30 Uhr (im Anschluss an das öffentliche Schweigen der Frauen für den Frieden von 17.45–18.15 Uhr beim Fraumünster).

Olla Común

Die Mittagessen Olla Común erinnern an eine aus der Not heraus geborene Tradition in lateinamerikanischen Ländern: BewohnerInnen der Elendsquartiere tragen zusammen, was sie an Lebensmitteln auftreiben können, kochen und essen es dann miteinander. Beim Basler Olla Común kochen ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer ein für ihr Land typisches Essen zugunsten eines sozialen Projekts in ihrer Heimat; nächstes Mal für die Stiftung Obrazovanje gradi BiH (Bildung baut Bosnien-Herzegowina auf). In Bosnien-Herzegowina gibt es über 30 000 Kinder, die einen Elternteil verloren haben, und etwa 2500 Vollwaisen. Ziel der Stiftung ist es, einen Beitrag für moralische, psychosoziale und materielle Hilfe für die Kriegswaisen sowie begabte und kriegsbehinderte Kinder zu leisten.

Basel K5 Kurszentrum für Menschen aus fünf Kontinenten, Gundeldingerstrasse 161,
 Sa, 10. Dezember 2011, 12.30–15 Uhr.

Sowjetunion

Das Ende der Sowjetunion war kein blosser Wechsel der politischen Ordnung, sondern die Auflösung einer Lebensform. Der Wandel hat alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfasst. Er zeigt sich aber auch in krassen Widersprüchen, Gegensätzen und grossen Unterschieden von Land zu Land. Wie gehen die Menschen in den postsowjetischen Staaten damit um? Der Moskauer Fernsehjournalist Alexander Sambuk und der Moskaukorrespondent Christian Weisflog sprechen über Enttäuschungen, Realitäten und Hoffnungen in der postsowjetischen Welt.

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44,
 Mi, 14. Dezember 2011, 19.30 Uhr.


Mit der Auflösung der Sowjetunion beschäftigt sich auch die Ausstellung «Liebesgrüsse aus Moskau». Eine Ansichtskartensammlung aus der ehemaligen Sowjetunion dokumentiert die politische, militärische und gesellschaftliche Entwicklung der UdSSR.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18, geöffnet Di/Mi/Fr, 10–19 Uhr, Do, 10–20 Uhr, Sa, 10–16 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 17.  Dezember 2011.

Stadtentwicklung

Unter dem grossen Druck auf dem Immobilienmarkt werden in Zürich immer mehr Freiräume geschlossen. Auch das Labitzke-Areal – eines der letzten grösseren Areale für vielfältige Nutzungen – ist bedroht und eignet sich also gut als Ort der Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das stadt.labor organisiert im Rahmen eines Wochenendes zum Thema «Das Recht auf die Stadt» im Autonomen Beauty Salon (ABS) ein Stadtpalaver mit Beiträgen von Richi Wolff (Inura, Gemeinderat AL), VertreterInnen von augenauf, Isla Victoria, Caritas, dem Flüchtlingsatelier und einem Bewohner des Labitzke-Areals (Fr, 20 Uhr). Am Samstag gibt es ab 10 Uhr ein Fest mit Kerzenziehen, Siebdruck (Kleider mitbringen), Marroni, einem Gratisladen und Suppe. Im Rahmen des Fests gibt es auch eine Wanderung im «Entwicklungsgebiet Altstetten» (Sa, 14–17 Uhr). Ausserdem werden die Velowerkstatt, Foodcoop und die Bierbrauerei vorgestellt (Sa, 20 Uhr). Nach einem Brunch am Sonntag (12 Uhr) folgt die Vernissage von «Kultur statt Parkplätze» (15 Uhr, Velo mitbringen). Nach dem Essen um 19 Uhr wird der Film «Allein machen sie dich ein» gezeigt mit Ausschnitten zu Zürcher Wohnungskämpfen der achtziger Jahre, kommentiert von Regisseur Mischa Brutschin (20 Uhr).

Zürich ABS, Hohlstrasse 485, Fr, 9., bis So, 11. Dezember 2011. 
Weitere Infos: http://tinyurl.com/bsvxsew.

Verdingkinder

Im Zentrum der Ausstellung «Verdingkinder reden» stehen Hördokumente von Betroffenen, ausgewählt aus Interviews, die im Rahmen zweier Forschungsprojekte über die Fremdplatzierung von Kindern und das Verdingkinderwesen in der Romandie und in der Deutschschweiz geführt wurden. Ehemalige Verdingkinder und Heimkinder berichten über ihr Leben und den Umgang mit ihren Erfahrungen.

Zürich Schulhaus Kern, Kernstrasse 45, zwischen Helvetiaplatz und Bäckeranlage. Geöffnet Di–So, 11–18 Uhr. Führung: So, 11. Dezember 2011, 10 Uhr. 
Die Ausstellung dauert bis 1.  April 2011.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch