Nr. 25/2012 vom 21.06.2012

Förderungsfähige

Unsere Lieblingsfreizeitlektüre «Ready to Ride», von Swiss Cycling herausgegeben, brilliert wieder einmal – mit folgender Passage: «Die Auswahl für die U17/U19 Nationalmannschaften und die regionalen Selektionen basieren nicht mehr nur auf den Wettkampfresultaten, andere Faktoren wie beispielsweise das technische Können und die physische Spezifitäten in den Disziplinen, der Stand der biologischen Entwicklung und die psychologischen Veranlagungen werden analysiert. Dies erlaubt es Swiss Cycling, eine Prognose zu machen, wann über das Potential zum Eliteathlet verfügt und folgenderweise diese Athleten entsprechend zu fördern.» Die grammatikalische Veranlagung der Redaktion muss ebenfalls noch abgeklärt werden.
Jürg Fischer

Konsequente

Laut Nachrichten auf DRS 1 hat jetzt auch Nigeria begriffen, dass gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Gruppen längst die Regel sind: «Die Behörden verhängten eine Ausnahmesperre.»
Karin Hoffsten

Zwangsläufige

Das «Thuner Tagblatt» berichtete: «Im sogenannten Lütschifuhren im unteren Gebiet des Wärgistal wurde in einer brandneuen Grossscheune Rauch festgestellt.» Wirklich überrascht hat das niemanden.
Karin Hoffsten

Ungefüllte

SVP-Nationalrat Toni Brunner versprach im Abstimmungsstudio auf SF 1, keinen «Sand in den Kopf stecken» zu wollen. Das ist schade, weil dann ja wenigstens etwas drin … Nein, der Scherz ist selbst uns zu billig. Brunner zitierte übrigens den Exfussballer Lothar Matthäus, der schon vor Jahren beschloss, seinen Kopf nicht zu beschweren.
Karin Hoffsten

Gleichberechtigte

Die Website inside-it.ch informiert, «mit welcher bösartigen Maleware sich Android-Nutzer herumschlagen müssen». Das zeigt deutlich, wie sehr das Verhältnis zwischen Mann und Frau der technologischen Entwicklung noch immer hinterherhinkt. Mit Unterstützung des freundlichen WOZ-Lesers E. machen wir uns ab sofort auf die Suche nach gutartiger Femaleware.
Karin Hoffsten

Verwechselte

«Kroatien schlägt Schweden», titelte «Der Bund», was gar nicht sein konnte, weil die Teams an der Fussball-EM in verschiedenen Gruppen spielen: Schweden hatte gegen die Ukraine verloren. Hans was Heiri da im Osten, wird man sich gedacht haben. In der letzten WOZ vertauschten auch wir etwas, blieben jedoch wenigstens im selben Land: «Wegelin in Wien» hiess es auf Seite 2, doch Wirtschaftsredaktor Yves Wegelin reiste nach Innsbruck – ein Sieg der Liebe zur Alliteration über die Wahrheit. Dabei hätte «Yves in Ynnsbruck» durchaus gefällig geklungen.
Karin Hoffsten

Hoffnungslose

In Thailand sollen jetzt manche Ikea-Möbel umbenannt werden, berichtete der «Blick am Abend»: «Im Land des Lächelns ist man vor allem ab dem Bett Namens ‹Redalen› betupft. Je nach Betonung umschreibt der Ausdruck die Tatsache, jemanden erfolglos ins Bett zu bringen.» Für die Tatsache, jemanden erfolglos in einen Deutschkurs zu bringen, fehlen uns die Worte.
Karin Hoffsten

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