Nr. 45/2012 vom 08.11.2012

AHV/IV

Beim nächsten Anlass der Veranstaltungsreihe «Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit» geht es um die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS), die 2005 deutlich nach unten korrigiert wurden. Seither hat man die Ansätze nie der Teuerung angepasst. Am Beispiel einer alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern wird aufgezeigt, was es heisst, auf SKOS-Niveau zu leben.
St. Gallen Palace, Blumenbergplatz, 
Di, 13. November 2012, 20.15 Uhr.

AKW

In Erinnerung an die Katastrophe von Fukushima wird der Dokumentarfilm «Forbidden Ground, Fukushima» von Kaz Kurimoto gezeigt (japanisch mit englischen Untertiteln). Anschliessend berichtet Florian Kasser, Greenpeace-Atomcampaigner, von seinem Besuch im kontaminierten Gebiet.
Bern Altes Tramdepot, Seminarsaal, 
So, 11. November 2012, 14 bis ca. 16 Uhr. Anmeldung erwünscht: 079 760 81 86 (Andreas Knobel).

Alter

Die Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Lebensphase «Alter» sind so vielfältig wie die alten Menschen selbst. Auch die sozialen Lebensformen unterliegen einem starken Wandel und stellen neue Herausforderungen für die Beziehung zwischen verschiedenen Altersgruppen.
Heute leben zum ersten Mal vier Generationen gleichzeitig – wie aber sehen ihre Beziehungen im Zeitalter von Individualismus und Mobilität aus? Dazu spricht Simone Gretler Heusser von der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit. Rosmarie Okle, pensionierte Sozialarbeiterin und Beraterin bei Pro Senectute Bern, berichtet über ihr Engagement und gibt einen Überblick über altersspezifische Themen und Vorgehensweisen in der Sozialen Arbeit.
Gleichentags gibt es zudem noch ein Feierabendgespräch zum Thema Alter und Gender mit dem Film «Verkäuferinnen» von Damaris Lüthi, der dem Alltag von drei Verkäuferinnen nachgeht.
Zürich Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 
Do, 15. November 2012, 14–16 Uhr, Film/Gespräch ab 18.30 Uhr.

Frieden

«Niemals darf es dazu kommen, dass Arbeiter eines Staatsgebildes dazu veranlasst werden, auf Arbeiter eines anderen zu schiessen» – das war die zentrale Parole des internationalen Friedenskongresses von Basel im Jahr 1912.
Der Politologe Frank Deppe wird an einer Jubiläumsveranstaltung im Gundeldingerfeld zum Thema Imperialismus und Krieg referieren. Thema der Antikriegsaktivistin Lindsey German (Coalition against the War, Counterfire) ist der soziale Krieg, unter anderem am Beispiel der Jugendunruhen in London vom letzten Jahr, der Occupy-Bewegung und anderen Widerstandsformen.
Nahla Chahal (Soziologin und Aktivistin aus dem Libanon, Kolumnistin bei der panarabischen Zeitschrift «Al Hayat») wird über die aktuellen Revolten im arabischen Raum berichten.
Basel Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, 
Sa, 17. November 2012. Plenarversammlung ab 13 Uhr, Workshops mit den ReferentInnen 15–17 Uhr, Podiumsveranstaltung ab 19.30 Uhr.

Ebenfalls anlässlich des Jubiläums des Friedenskongresses von Basel im Jahr 1912 findet eine grosse Tagung statt. Themen sind unter anderem die transnationale Friedensbewegung, Kriegsprävention/Friedenssicherung und die Balkankriege.
Basel Kollegiengebäude der Universität, Petersplatz 1, Do, 22. November 2012, ab 13.30 Uhr, bis Sa, 24. November 2012, ca. 13.30 Uhr. Detailprogramm: www.basel1912-2012.ch/programm.html

Gewalt an Frauen

Spötteleien, sexistische und rassistische Anmache sind oft die Vorläufer von handfester Gewalt. Im Rahmen der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» (ab 23. November 2012) wird ein Workshop/Seminar zum Thema Zivilcourage angeboten.
Biel Der Veranstaltungsort hängt von der 
Anzahl der TeilnehmerInnen ab und wird nach Anmeldeschluss bekanntgegeben. Fr, 1. Dezember 2012, 9–16 Uhr. Teilnahme für Frauen und Männer 
ab 16 Jahren. Anmeldung bis 10. November 2012 bei 
rebecca.kunz@kathbielbienne.ch

Israel/Palästina

Die Ausstellung «Die Nakba» zeigt die Geschichte der Flucht und Vertreibung der PalästinenserInnen und ihrer Enteignung auf. Im Begleitprogramm gibt es eine Gesprächsrunde mit Marlène Schnieper (Autorin von «Nakba, die offene Wunde», Rotpunktverlag 2012), John Hayek (Arzt und Präsident des Vereins Palästinensische Gemeinde der Schweiz), Geri Müller (Nationalrat Grüne Partei) und Shelley Berlowitz (Historikerin, Verein Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden). Leitung: Matthias Hui, Fachstelle OeME Bern und Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina.
Bern Ausstellung: Kornhausforum, Kornhausplatz 18. Führungen: jeweils Di/Do, 17.15 Uhr, und 
Mi/Fr, 12.30 Uhr. Öffnungszeiten: Di–Fr, 10–19 Uhr, 
Sa, 10–17 Uhr. Mittagsgespräch in der Ausstellung mit Amir Nizar Zuabi, Theaterregisseur aus Haifa: Sa, 10. November, 12.30 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 1. Dezember 2012. Podium: Aula Progr, Waisenhausplatz 30, Mo, 12. November 2012, 20.15 Uhr.
Ausführliches Programm: 
www.tinyurl.com/8mhwrkn

Jugendarbeitslosigkeit

Von der europäischen Wirtschaftskrise ist in den Mittelmeerstaaten eine Bevölkerungsgruppe besonders stark betroffen: die Jugend. Obwohl bestens ausgebildet, wartet auf sie nach dem Studium häufig nur die Arbeitslosigkeit. Wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Welche strukturellen Unterschiede bestehen zur Schweiz? Und was sind die gesellschaftlichen Folgen dieser Perspektivlosigkeit? Der Soziologe Franz Schultheis wird im Gespräch mit SP-Nationalrat Cédric Wermuth Hintergründe und Auswirkungen erläutern.
Baden UnvermeidBar, Rathausgasse 22, 
Mi, 14. November 2012, 18.30 Uhr.

Medico-Fest

Medico international Schweiz feiert die 75 Jahre seines Bestehens mit einem grossen Jubiläumsprogramm. Nach dem Auftakt mit dem Chor KREISch drei geht es unter anderem um Palästina, Chiapas, Fair Trade, es gibt filmische Reisen in die Medico-Projektländer, und wer will, kann einmal erleben, wie es ist, ein Flüchtling zu sein und am Unterricht in einer völlig fremden Sprache teilnehmen und ein Härtefallgesuch durchlaufen.
Vor dem Fest mit Musik von Zéphyr Combo, palästinensischem Essen und einer Fotoausstellung von Silvia Voser zu Eritrea findet ein Podiumsgespräch über solidarisches Handeln in einer unsolidarischen Welt statt. TeilnehmerInnen: Maja Hess (Präsidentin Medico international Schweiz), Peter Niggli (Geschäftsführer Alliance Sud), Felicitas Treue (Psychologin des mexikanischen Kollektivs gegen Folter und Straflosigkeit CCTI) und David Winizki (Arzt).
Zürich Verschiedene Orte, Sa, 17. November 2012, 
ab 12 Uhr. Genaues Programm: 
www.medicointernational.ch

Wachstum

«Décroissance» ist ein französisches Kunstwort aus «croissance» (Wachstum) und der Vorsilbe «dé-» (ent-) und lässt sich mit «Zurücknahme von Wachstum» übersetzen. Im Rahmen des nächsten «Café Décroissance», das den Titel «Décroissance zwischen Widerstand und Mainstream» trägt, spricht Ernst Schmitter von Décroissance Bern über Ursprünge, Richtungen und Ausprägungen der Décroissance-Bewegung. Was bedeutet die zunehmende Beliebtheit von Wachstumskritik für die Bewegung? Kann sie Wirkung haben, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu opfern und sich vereinnahmen zu lassen?
Bern Politforum Käfigturm, Marktgasse 67, 
Di, 13. November 2012, 19 Uhr.

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