Nr. 05/2013 vom 31.01.2013

Arabische Revolutionen

An den Mittagsveranstaltungen, die die Ausstellung «Karama!» zur arabischen Revolution begleiten, geben ExpertInnen aus dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Auskunft über ihre Arbeit und ihre Themengebiete. Am kommenden Donnerstag geht es um Libyen nach der Revolution und den langen Weg in die Freiheit. Claudia Marti (Human Security Adviser, politische Direktion EDA) erzählt von ihrer Tätigkeit in Tripolis. Nach der halbstündigen Präsentation kann das Publikum Fragen stellen.
An der Abendveranstaltung vom Dienstag, 12. Februar 2013, berichtet der ägyptische Aktivist und Kommunikationsbeauftragte von Qabila Media, Perihan Abuzeid, über Social Media und die arabische Revolution (in Englisch).
Bern Käfigturm, Polit-Forum des Bundes, Marktgasse 67.
Claudia Marti: Do, 7. Februar 2013, 12.15 Uhr. 
Die Veranstaltung dauert maximal eine Stunde, Essen und Trinken während des Anlasses 
sind erlaubt. Das Café Karama mit Tee, Kaffee 
und arabischen Süssigkeiten ist geöffnet.
Perihan Abuzeid: Di, 12. Februar 2013, 19 Uhr. Reservation: www.amiando.com/karama3.
Die Ausstellung dauert bis 31. Mai 2013, geöffnet ist sie Mo–Fr, 8–18 Uhr, Sa, 10–16 Uhr.

Bern

Die informelle Politik, die internationalen Beziehungen und die Verflechtung von Politik und Wirtschaft prägen die Bundesstadt Bern und machen ihre Bedeutung für die Schweizer Medien aus. Mehr darüber ist auf dem Stadtrundgang «Bern politisch» zu erfahren.
Bern Treffpunkt: Erlacherhof (Junkerngasse 47), 
Sa, 2. Februar 2013, 14 Uhr. Kosten: 15/20 Franken, Billette erhältlich beim Treffpunkt. Gruppenführungen: www.stattland.ch.

Europa

In der Reihe «Die Schweiz und Europa zwischen Ost und West» geht es um Konstruktionen und Projektionen. Welche Mythen waren 1989 mit dem Begriff «Europa» verbunden? Welche gesellschaftlichen Konflikte werden über die Vorstellungen von «Europa» ausgetragen? Die ReferentInnen werfen einen Blick auf entsprechende Europabilder in den Ländern Ostmittel- und Osteuropas. Die nächste Veranstaltung findet mit der Historikerin Julia Richers zum Thema «Ungarn: Nationalistisch isoliert oder in der Mitte Europas?» statt.
Basel Kollegienhaus der Universität, Petersplatz 1, Do, 7. Februar 2013, 18.30–19.45 Uhr. 
Kosten: 25 Franken.

Grundeinkommen

Aus vielen Studien ist bekannt, dass geringere Bildung ein höheres Armutsrisiko mit sich bringt und Armut umgekehrt ein Hindernis für Bildung darstellt. Das bedingungslose Grundeinkommen würde laut seinen VerfechterInnen den Zugang zu Bildung demokratisieren. Jugendliche könnten sich unabhängig von den Anforderungen der Wirtschaft gemäss ihren eigenen Interessen bilden (lassen). Doch auch Erwachsenen und älteren Menschen würde das Grundeinkommen die Möglichkeit zur Weiterbildung oder Umschulung erleichtern.
Im Rahmen der Berner Veranstaltungsreihe zum Grundeinkommen diskutieren darüber Judith Giovannelli-Blocher, Schriftstellerin und ehemalige Dozentin für Sozialarbeit, und Jakob Widmer von der Reosch (Ressourcenorientierte Schule) in Bern. Moderation: Daniel Straub, Publizist und ehemaliger Leiter einer Montessorischule.
Bern Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, 
Di, 5. Februar 2013, 19.30 Uhr.

Internationaler Tag der Frau

Das Frauenbündnis Zürich lädt ein zu einem Infoabend zur Mobilisierung für den 8. März in Zürich. Es geht um mögliche Aktionen und die Frauendemonstration vom 9. März.
Zürich Hohlstrasse 405 (Bus 31 bis SBB-Werkstätte), Mo, 4. Februar 2013, 19 Uhr.

Justiz

Der Dominikanerpater Heinrich von Rheinfelden belästigt Bäckerjungen und Karrenknechte. Susanna Schaub tötet drei Ehemänner mit Gift. Paul Kopp ergattert bei einem Raubmord fünfzehn Franken. Studenten, Schülerinnen und Lehrlinge blockieren aus Protest die Tramschienen. Eine Autofahrerin prallt mit überhöhter Geschwindigkeit in ein Tram. Hooligans verursachen bei einem Fussballmatch hohen Sachschaden. Womit machen sich Menschen in unterschiedlichen Epochen schuldig oder kommen mit dem Gesetz in Konflikt? Schuldig oder unschuldig, kriminell oder legal, schwere Straftat oder Kavaliersdelikt: Die Anschauungen über Kriminalität und Kriminelle wandeln sich laufend. Mit diesem Thema beschäftigt sich eine Ausstellung des Historischen Museums Basel.
Basel Barfüsserkirche, bis 7. April 2013. Di–So,
10–17 Uhr. Führungen für private Gruppen: 
061 205 86 00. www.hmb.ch

Landwirtschaft

Die Industrialisierung der Landwirtschaft und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte sowie die Konzentrationsprozesse in der Vermarktung schreiten voran. Bekannt sind diese Entwicklungen beispielsweise aus Südspanien. Ihre Auswirkungen zeigen sich aber auch zunehmend in der Schweiz, etwa im Gemüsebau, in der Milchproduktion, in der Schweine- und der Geflügelhaltung. Zwar werden die Konsequenzen für die Umwelt immer wieder thematisiert, die sozialen Folgen bleiben jedoch meist ausgeblendet. An einer Infoveranstaltung und einer Tagung werden diese mit direkt Betroffenen diskutiert.
Am Infoabend berichten zwei marokkanische Arbeiterinnen aus der Verpackungsindustrie für Gemüse sowie ein Vertreter der LandarbeiterInnengewerkschaft SOC-SAT über die Situation in Südspanien.
An der Tagung wird die Situation in Andalusien dargestellt: die Lebensbedingungen der ArbeiterInnen, die Verantwortung der Grossverteiler, mitsamt Berichten von Betroffenen. Danach sprechen Ulrike Mindner von der BäuerInnengewerkschaft Uniterre sowie BäuerInnen und LandarbeiterInnen über den sozialen Druck auf bäuerliche Familien und die Situation von ArbeitsmigrantInnen, und Beschäftigte aus der Verarbeitung informieren über die Bedingungen in diesem Bereich. Nach dem Mittagessen finden zwei parallele Workshops statt: der erste zur Frage, ob Labels nur der PR von Unternehmen dienen und dem Staat helfen, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Beim zweiten Workshop geht es um den Kampf gegen Prekarisierung und für soziale Gerechtigkeit.
Zürich Sitzungszimmer der Unia, Volkshaus (2. Stock), Stauffacherstrasse 60, 
Di, 5. Februar 2013, 19.30 Uhr (Infoveranstaltung).
Bern Unia, Weltpoststrasse 20, Do, 7. Februar 2013, 10–16.30 Uhr (Tagung mit Simultanübersetzung: Deutsch-Französisch-Spanisch). Empfohlener Solidaritätsbeitrag: 20 Franken. 
Anmeldung bis 4. Februar 2013 bei info@uniterre.ch, www.uniterre.ch, per Fax unter 021 617 51 75 
oder per Post: Uniterre, Av. du Grammont 9, 
1007 Lausanne. Bitte angeben, welchen Workshop man besuchen möchte und ob man ein Mittagessen in der Cafeteria der Unia wünscht 
(auf eigene Kosten).

Lateinamerika

Das Guatemala-Komitee Zürich und das Zentralamerika-Sekretariat Zürich laden wieder ein zum Rojinegro-Solidaritätsjass. Unterstützt werden sollen Projekte in El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua.
Zürich Kulturmarkt, Ämtlerstrasse 23, Sa, 2. Februar 2013, 13–20 Uhr. Mit Verpflegung und Preisen für alle. Weitere Infos: www.rojinegro-jassen.ch.

Spanien

In Bern wird die Wanderausstellung «Ein Volk in Waffen / un pueblo en armas» über die Revolution und den Bürgerkrieg in Spanien (1936–1939) gezeigt.
Bern Brasserie Lorraine, Quartiergasse 17. 
Die Ausstellung dauert bis Mitte März 2013.

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