Nr. 49/2013 vom 05.12.2013

Frieden

Im Rahmen der diesjährigen St. Galler Friedenswoche (25. November bis 13. Dezember) wird von ersten Erfahrungen des Ende April gegründeten Vereins «Gerechtigkeit und Demokratie Sri Lanka» berichtet. Mit Diskussion und Theateraufführung.

Es folgt die Podiumsdiskussion «Asyl – ist die Schweiz noch humanitär?» mit Tilla Jacomet (Juristin), Basil Oberholzer (Junge Grüne), Angela Tsering-Bruderer (Mitglied der Friedenswoche) und Jürg Eberle, Migrationsamt Kanton St. Gallen.

Zum Abschluss der St. Galler Friedenswoche hält Anne Pawletta (Politikwissenschaftlerin, Internationale Arbeitsorganisation) einen Vortrag über Menschenhandel und Ausbeutung in der Arbeit.

St. Gallen Sri Lanka: Offene Kirche, 
Böcklinstrasse 2, Mo, 9. Dezember 2013, 19.30 Uhr. Podium: Offene Kirche, Mi, 11. Dezember 2013, 19 Uhr. Vortrag: Katharinensaal, Katharinengasse 11, 
Fr, 13. Dezember 2013, 19.30 Uhr. 
Weitere Veranstaltungen: http://cabi-sg.ch/media/files/Flyer-Friwo-SG-2013.pdf.

Grossprojekte in Mexiko

Mit Beteiligung europäischer Firmen werden im südmexikanischen Oaxaca viele Grossprojekte vorangetrieben: Windenergieparks, Staudämme, Bergbauprojekte. Viele dieser Projekte werden als «grün» verkauft, doch sie haben massive Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Am Beispiel des Widerstands gegen die Windparks in der Landenge von Tehuantepec thematisieren VertreterInnen der Menschenrechtsorganisationen Codigo DH und Educa, Sara Méndez und Philipp Gerber, sowie der Sozial- und Umweltwissenschafter Matthias Leuenberger die Widersprüche dieser Projekte und diskutieren umwelttechnische Aspekte und die Strategien der Gemeinden, die für ihre Rechte kämpfen. Ausserdem wird der 35-minütige Dokumentarfilm «Somos viento. Der Wind sind wir» über den Kampf gegen ein Windkraftprojekt gezeigt.

Bern Haus der Begegnung, Mittelstrasse 6a, 
Mo, 9. Dezember 2013, 19 Uhr.

Zürich Volkshaus, Gelber Saal, 
Stauffacherstrasse 60, Di, 10. Dezember 2013, 19 Uhr.

Menschenrechte

Im Rahmen der 8. Schaffhauser Menschenrechtstage werden zwei Filme gezeigt.

«Mutluluk. Der Ehrenmord»: Die Zahlen, die von türkischen Organisationen und Medien veröffentlicht werden, sind erschreckend. Ihnen zufolge wurde 2011 in der Türkei täglich eine Frau von einem Familienmitglied, Ehemann, Exmann oder Partner getötet. Das Bild, das die Regierung zeichnet, ist sogar noch düsterer.

Nach der Filmvorführung wird es eine Diskussion geben mit Simone Eggler, Fachfrau Gender Based Violence.

«No Fire Zone» dokumentiert die letzten Kriegsmonate in Sri Lanka. Ergänzt werden die Bilder durch Interviews mit Zeugen und Opfern. Der Film dokumentiert die mutmasslichen Kriegsverbrechen, die von der sri-lankischen Armee sowie den Tamil Tigers 2009 begangen wurden. Der Kriegsjournalist und Dokumentarfilmer Callum Macrae und Adrian Schuster von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe werden anwesend sein.

Schaffhausen Orient Musik Klub, 
Stadthausgasse 13. «Mutluluk»: Di, 10. Dezember 2013, 19 Uhr. «No Fire Zone»: Mi, 11. Dezember 2013, 19 Uhr. 
Beide Filme in Englisch.

Ausserdem liest der Schriftsteller, Filmer und Gastronom Ali Bicer in Schaffhausen und in Bern aus seinem Buch «Die Heimat, die Freiheit und andere Märchen», das kurz zuvor an einer Vernissage vorgestellt wurde. Bicer stammt aus einem kurdischen Dorf in Mittelanatolien und verbrachte fünfzehn Jahre in türkischen Gefängnissen. Er ist heute Schweizer.

Schaffhausen Gottesdienst: Kirche St. Johann, Kirchhofplatz 7, Di, 10. Dezember 2013, 10.30 Uhr –
ca. 13.30 Uhr. Lesung: Fr, 13. Dezember 2013, 18.30 Uhr.

Bern Vernissage im Restaurant Ali Baba, Lerchenweg 35, Fr, 6. Dezember 2013, 19 Uhr, 
mit Akkordeon, Gesang und Apéro von 
«Ali Baba Fingerfood».

Nahrungsmittel

Woher stammen unsere Nahrungsmittel? Wie werden sie produziert? Unsere Kaufentscheide haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit, beeinflussen aber auch die Umwelt und das Leben anderer Menschen. Helvetas zeigt nun die neue Wanderausstellung «Wir essen die Welt» über Genuss, Geschäft und Globalisierung.

Aarau Naturama Aargau, Feerstrasse 17, 
bis 9. Februar 2014. Anschliessend in weiteren Schweizer Städten.

Schwarze Frauen

In der Schweiz wurden Schwarze Frauen lange nicht zur Kenntnis genommen, sondern allenfalls neugierig beäugt. Die Eröffnung des Treffpunkts Schwarzer Frauen 1993 in Zürich sollte dies entscheidend ändern. Er erhielt 1997 den ersten städtischen Förderpreis für die Gleichstellung von Frau und Mann. Das Buch «Terra incognita? Der Treffpunkt Schwarzer Frauen in Zürich» dokumentiert die Arbeit der Aktivistinnen und beleuchtet die Geschichte Schwarzer Frauen in der Schweiz mit Hintergründen, Porträts und Gesprächen (siehe WOZ Nr. 48/13).
Zürich Stadthaus Musiksaal, Stadthausquai 17, Do, 12. Dezember 2013, 19 Uhr.

Völkerschauen

FeuerländerInnen am Züriberg, Indianer bei Sarrasani, SenegalesInnen im Zoo – die Zurschaustellung «exotischer» Menschen war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein Massenvergnügen. Die WOZ-Mitarbeiterin Rea Brändle ist dem Phänomen nachgegangen. Nun wird die erweiterte Neuauflage ihres Buchs «Wildfremd, hautnah» (siehe WOZ Nr. 47/13) mit Lesungen, Bildern, einem Vortrag und einem Gespräch vorgestellt.

Zürich Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40, 
Do, 12. Dezember 2013, 19 Uhr.

St. Gallen Palace, Zwinglistrasse 3, Blumenbergplatz, Di, 17. Dezember 2013, 20.15 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch