Nr. 08/2014 vom 20.02.2014

Asylpolitik

«bblackboxx»: Seit rund sieben Jahren betreiben Kunst- und Theorieschaffende in wechselnden Formationen einen Raum im Grenzland von Basel in unmittelbarer Nachbarschaft eines Komplexes, der aus einem Ausschaffungsgefängnis und einem Empfangszentrum besteht. «bblackboxx» behauptet in diesem Kontext einen solidarischen Raum mit Projekten, die sich an die Asylsuchenden und an die Menschen aus der Stadt richten. Aktive des «bblackboxx»-Netzes erzählen von Projekten aus den letzten Jahren und stellen zur Debatte, welche Rolle der Kunst hier zukommt.

Zürich Autonome Schule, Badenerstrasse 565, 
Mi, 26. Februar 2014, 19 Uhr.

Care-Arbeit

Das Frauenbündnis für den 8. März lädt ein zur Auftaktveranstaltung mit Diskussion über Care-Arbeit. Frauen aus unterschiedlichen Care-Bereichen mit verschiedenen Erfahrungen diskutieren über Utopien und Strategien.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Sa, 22. Februar 2014, 14.30 Uhr.

Israel/Palästina

«Kampf um Palästina – Was wollen Hamas und Fatah?»: Zu diesem Thema hält Helga Baumgarten einen Vortrag. Baumgarten lehrt seit 1993 als Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Bir Seit in Palästina. Sie hat zum israelisch-arabischen Konflikt, zum palästinensischen Nationalismus und zum politischen Islam publiziert. Auf Deutsch liegen mehrere Werke zur Geschichte der palästinensischen Nationalbewegung und über die Hamas vor.

Basel Gewerkschaftshaus, Rebgasse 1, 
Fr, 21. Februar 2014, 19.30 Uhr.

Bern Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 
Sa, 22. Februar 2014, 15.30 Uhr.

Zürich Quartierzentrum Aussersihl/Bäckeranlage, So, 23. Februar 2014, 18 Uhr, palästinensisches Essen 
ab 17 Uhr.

Pary El-Qalqilis Film «Schildkrötenwut» erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Leben geprägt ist von Flucht und Vertreibung. Die Filmemacherin will endlich verstehen, warum Palästina ihrem Vater so viel bedeutet. Sie stellt ihm Fragen und erwartet vom verschlossenen Mann Antworten. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise nach Ägypten, Gaza, ins Westjordanland und nach Israel.

Zürich Kino Xenix, Kanzleistrasse 52 
(beim Helvetiaplatz), So, 23. Februar 2014 2014, 12 Uhr.

Landkooperativen

1973 brachen ein paar junge SchweizerInnen in Richtung Provence auf und gründeten dort die Landkooperative Longo Maï. Zum vierzigjährigen Bestehen von Longo Maï zeigt die Rote Fabrik eine Ausstellung mit Objekten aus den Kooperativen, einem Wunschbaum der Utopie, Videoinstallationen, audiovisuellen Stationen, Mittagsgesprächen und Führungen. An der Vernissage gibt es einen Apéro mit musikalischer Umrahmung durch das Duo Simili mit Ansprachen des Schriftstellers Adolf Muschg, von Nationalrat Balthasar Glättli, der Ökologin Regina Frey, von Pfarrer Peter Ritzmann, Kurator Andreas Schwab und weiteren Persönlichkeiten.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
Sa, 22. Februar 2014, 17 Uhr.

Nahrungsmittel

Woher stammen unsere Nahrungsmittel? Wie werden sie produziert? Unsere Kaufentscheide haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit, beeinflussen aber auch die Umwelt und das Leben anderer Menschen. Die Wanderausstellung «Wir essen die Welt» von Helvetas über Genuss, Geschäft, Hunger, Überfluss und Globalisierung macht nun Station in Bern. Im Rahmenprogramm gibt es ein Gespräch mit Raphael Neuburger (Umweltbiologe und Vorsitzender «Vegane Gesellschaft Schweiz»), Beda Stadler (Professor und Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern) und Achim Walter (Professor für Kulturpflanzenwissenschaften am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich). Das Thema: «Bio oder Hightech, lokal oder global, Vegi oder Fleisch, funktionell oder traditionell?»

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Gespräch: 
Di, 1. April 2014, 19 Uhr, Anmeldung zur Veranstaltung auf www.amiando.com/WEDW2.html (Achtung, schnell ausgebucht). Die Ausstellung wird später 
in weiteren Städten gezeigt.

Simbabwe

Pia Hollenstein, Altnationalrätin der Grünen, berichtet von ihrer kürzlichen Studienreise durch Simbabwe. Sie erzählt von kulturellen Schönheiten, schwierigen Lebensbedingungen und Begegnungen mit Menschen in Projekten, die von Fepafrika.ch unterstützt werden. Fepa (Fonds für Entwicklung und Partnerschaft in Afrika) bezweckt die Entwicklung von Selbsthilfeprojekten in Afrika auf partnerschaftlicher Basis.

St. Gallen CaBi Antirassismus-Treffpunkt, Linsebühlstrasse 47, Fr, 21. Februar 2014, 20.30 Uhr, Volksküche ab 19 Uhr.

Städtebau

Können wir uns immer weiter in den ländlichen Raum ausgreifende Agglomerationen der Grossstädte leisten? Braucht es nicht eine Aufwertung der Stadt als Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Erholungsort? Nach der Faszination des Wohnens im Grünen scheint heute eine Renaissance der Stadt durchaus realistisch, da insbesondere jüngere Generationen die Attraktivität des Stadtlebens wieder für sich entdecken. «Urbaner Lebens- und Konsumstil» ist Titel und Thema des neuen Buchs aus der Schriftenreihe der Paulus-Akademie, das thesenartig im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt wird. Der Referent: Vittorio Magnago Lampugnani (ETH Zürich); weitere Podiumsgäste: Gerhard Droesser (Universität Würzburg) und Marketingexperte Marcel Dietrich. Beide gehören zu den Autoren des Buchs.

Zürich Hotel Glockenhof, Saal London, Sihlstrasse 33, Mi, 12. März 2014, 18.30 Uhr. Anmelden bis 5. März 2014 bei www.paulus-akademie.ch oder Eva Lipp-Zimmermann, Paulus-Akademie Zürich, Carl Spitteler-Strasse 38, 8053 Zürich, 043 336 70 42, eva.lipp-zimmermann@paulus-akademie.ch. 
Kosten: 14/20 Franken.

WTO

Uniterre und Vision 2035 laden ein zu einer Veranstaltung mit Nikolai Fuchs von Nexus Fond über die Welthandelsorganisation, die Auswirkungen bilateraler Verträge und über alternative Konzepte.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Fr, 28. Februar 2014, 19–22 Uhr.

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