Nr. 03/2015 vom 15.01.2015

Armut

Caritas Zürich lanciert den Wettbewerb «Luutstarch»: Jugendliche und junge Erwachsene von 13 bis 26 Jahre können bis 9. Februar 2015 Songs und Bilder zum Thema «Armut in der Schweiz» einreichen. Am 13. März 2015 werden die SiegerInnen gekürt. Infos: www.luutstarch.ch

KonsumentInnenschutz

Anlässlich des Fünfzigjahrjubiläums der Stiftung für Konsumentenschutz zeigt der Berner Käfigturm die Ausstellung «Zur Kasse bitte!» zu Konsum und KonsumentInnenschutz. Im Begleitprogramm hält der Psychologe Benjamin Scheibehenne den Vortrag «Werbung: (Ver-)Führung der KonsumentInnen?».

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Mi, 28. Januar 2015, 
19 Uhr. Anmeldung: www.amiando.com/zkb5. 


Der nächste Anlass dieser Reihe widmet sich dem Thema «Produzieren, kaufen, wegwerfen. Wie kommen wir weg vom Wegwerfmodell?».

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Mi, 18. Februar 2015, 
19 Uhr. Anmeldung: www.amiando.com/zkb6. Achtung: Die Veranstaltungen sind meist schnell ausverkauft. Ausstellung bis 20. März 2015.

Migration

Das CFD-Projekt «Mitgestalten festgehalten» zielt darauf ab, Migrantinnen stärker in gesellschaftspolitische Entscheidungen einzubeziehen. Im Rahmen des Projekts findet eine Diskussion über Bürgerrecht und Einbürgerungspraxis statt. Es referieren Nicole Wichmann (Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien) und die interkulturelle Mediatorin Nuran Serifi.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, Do, 15. Januar 2015, 18.30 Uhr. Anschliessend Apéro.

Neonazis

In Köln randalieren Neonazis unter dem Motto «Hooligans gegen Salafisten», in Dresden treffen sich Tausende zur Pegida-Demonstration, darunter viele Fussballfans. Neu ist das Phänomen nicht: Seit den siebziger Jahren und den Erfolgen der National Front in England versuchen Neonazis, Kurven zu unterwandern. Welche Gegenstrategien gibt es? Darüber spricht WOZ-Redaktor Daniel Ryser mit dem «Left-wing-Hooligan», Punkrocker und Fussballexperten Dirk Jora.

Zürich Autonome Schule, Bachmattstrasse 59, 
Do, 22. Januar 2015, 20 Uhr.

Nordkorea

Shin Dong Hyuk wird am 19. November 1983 als Kind zweier Häftlinge im nordkoreanischen Umerziehungslager Camp 14 geboren. Vom Tag seiner Geburt an war er ein politischer Gefangener, und er verbringt seine gesamte Kindheit und Jugend in diesem Straflager der härtesten Kategorie. Shin hat keine Ahnung von der Welt ausserhalb des Stacheldrahts. Er glaubt, dass alle Menschen so leben. Erst mit 23 Jahren gelingt ihm durch Zufall die Flucht. Im Film «Camp 14 – Total Control Zone» erzählt Shin seine Lebensgeschichte. Nach der Vorführung diskutieren Filmemacher Marc Wiese (angefragt) und Patrick Walder von Amnesty International.

Zürich Arthouse Kino Alba, Zähringerstrasse 44, 
So, 18. Januar 2015, 10.30 Uhr.

Politische Rhetorik

Die Grünen der Stadt Luzern laden zu ihrem nächsten Palaver ein. Im Jahr 2011 erklärte der Duden «Gutmensch» zum Unwort des Jahres. «Moralkeule», «Humanitätskitsch», «Humanitätsduselei», «Alarmismus» und weitere Begriffe finden sich in dieser Schublade. Die Philosophin und Autorin Maja Wicki-Vogt stellt ihre Gedanken zu dieser Art politischer Rhetorik vor.

Luzern Stadtbibliothek, Löwenplatz, Bourbaki Panorama, Mo, 19. Januar 2015, 19 Uhr, anschliessend Diskussion.

Rassismus

Für eine Theatergruppe werden von Rassismus betroffene Menschen gesucht; die Gruppe möchte sich in einem Forumtheater gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Theatererfahrung oder Deutschkenntnisse sind nicht nötig.

Zürich Zentrum für Migrationskirchen, Rosengartenstrasse 1, jeden Mittwoch, 19–21.30 Uhr. Infos: info@forumtheaterschweiz.ch, 078 860 50 67.

Stadtentwicklung

Seit zwei Jahren organisieren sich Basler QuartierbewohnerInnen aus dem Klybeck und Kleinhüningen sowie verschiedene Gruppen wie «Rheinhattan versenken!» oder das Mietshäusersyndikat in der IG Klybeckinsel, um sich gegen die zunehmende Verdrängung aus günstigen Wohnungen und gegen die Stadtentwicklungspolitik zu wehren. Zwei Mitglieder von «Rheinhattan versenken!» und eine Vertreterin der IG Klybeckinsel berichten, wie sich «Rheinhattan» und andere Prestigeprojekte auswirken, und stellen die Initiativen vor, die inzwischen von unten geschaffen wurden.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 19. Januar 2015, 19 Uhr.

Seit dem Wegzug der Sulzer AG aus dem Winterthurer Sulzerareal wird das Gebiet, das eine Fläche so gross wie die gesamte Altstadt belegt, neuen Nutzungen zugeführt. Laut Siegerprojekt der Testplanung soll in den nächsten Jahren im Areal Werk 1 ein Bildungs-, Arbeits- und Wohnquartier entstehen. Anfang März hat die Bevölkerung das letzte Wort. Nach einer Information über den Stand des Gestaltungsplans findet eine Podiumsdiskussion statt. Die Teilnehmer: SVP-Stadtrat Josef Lisibach (Vorsteher Departement Bau), Andreas Siegenthaler (Implenia Schweiz AG), Hans Sigg, Dölf Fankhauser (beide Referendumskomitee «Prestigetürme Nein») und Paul Ebnöter vom Quartierverein Tössfeld-Brühlberg.

Winterthur Forum Architektur, Sulzerareal, Gebäude 204, Do, 22. Januar 2015, 18 Uhr.

Wachstum

Die Geldgespräche der Alternativen Bank Schweiz (ABS) drehten sich um die Fragen: Was bedeutet Wachstum? Funktionieren Wirtschaft und Gesellschaft auch ohne? Am letzten Anlass lotet die Ökonomin Irmi Seidl aus, welche Rolle die Banken auf dem Weg in die Postwachstumsgesellschaft spielen könnten.

Olten ABS-Hauptsitz, Mi, 4. März 2015, 19.30 Uhr. Anschliessend Diskussion und Apéro. Rasche Anmeldung empfohlen: www.abs.ch.

Widerstand

Der Infoladen Rabia lädt ein zu einem Internationalistischen Rückblick mit Kurzfilmen, Fernsehbeiträgen und Infos zu sozialen Kämpfen weltweit.

Winterthur Infoladen Rabia, Bachtelstrasse 70, 
Fr, 16. Januar 2015, 20 Uhr.

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