Nr. 12/2016 vom 24.03.2016

Liegend lauschen

Er hat mit Hank Shizzoe gespielt, mit Stephan Eicher, Bonaparte und Kutti MC. Nun erhält der Schlagzeuger Simon Baumann in der Berner Turnhalle im Progr eine Carte blanche für eine Konzertreihe. Am ersten Abend präsentiert er seine Formation «Polstergruppe», ein Ambientprojekt, das er zusammen mit Rainier Lericolais und Stephan Eicher betreibt. Dazu treten illustre Gäste aus der Berner Kulturszene auf, wie der Akkordeonist Mario Batkovic, die Autoren Michael Fehr, Pedro Lenz und Jörg Halter oder der Musiker Don Li. Dem Publikum wird empfohlen, Liegematten mitzunehmen, da den Klängen liegend gelauscht werden soll.

«Polstergruppe», Carte blanche Simon Baumann, in: Bern Turnhalle im Progr, Mi, 30. März 2016, 20.30 Uhr. www.bee-flat.ch

Silvia Süess

Arbeit in der digitalen Welt

«What do you need done? Find it on Fiverr. Browse. Buy. Done.» (Was willst du erledigt haben? Finde es auf Fiverr. Suche. Kaufe. Getan.) So wird man auf der Onlineplattform Fiverr begrüsst, die Dienstleistungen vermittelt. Das Kollektiv Gilléron/Koch/Wey hat für sein neues Stück «Homo digitalis» diese Internetplattform als Ausgangspunkt für die Recherche genommen. Die PerformerInnen Anne Haug, Bärbel Schwarz, Julius Feldmeier und Fabian Stumm gehen auf Spurensuche und beschäftigen sich mit Fragen wie: «Wie lange brauchen wir unsere Hände noch?» oder «Wie lässt sich die digitale Arbeitswelt überhaupt noch fassen?».

«Homo digitalis» in: Basel Kaserne, Do, 31. März 2016, 20 Uhr, Premiere; weitere Vorführungen am Sa, 2. April 2016, 20 Uhr, So, 3. April 2016, 19 Uhr, Mo/Di, 4./5. April 2016, 20 Uhr. Am 4. April 2016 Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung. www.kaserne-basel.ch

Silvia Süess

Fischer für die Zukunft

Was haben der Verein «Bildung für Alle», der Rotary Club Zürich City, der Seesportfischerverein Zürich und Zollikon, der FCZ und der Verein Zürcher Bienenfreunde gemeinsam? Sie alle sind Teil eines Projekts des Künstlerkollektivs Goldproduktionen. Das Ganze nennt sich «Vereinslokal Utopia» und situiert sich an einer Schnittstelle irgendwo zwischen Dokumentation und Utopie, aber unbedingt jenseits von Krisenmodus, Pessimismus und Verwertbarkeit. Je zwei Vereine werden einen Abend lang zusammen eingeladen und bewirtet, um in geschlossener Gesellschaft Zukunftsvisionen zu entwickeln. Diese Abende werden dann vom Goldproduktionen-Kollektiv zu einer sich ständig erweiternden «begehbaren Mikro-Makro-Kosmos-Installation» verarbeitet, die noch bis Ende März in der Shedhalle der Roten Fabrik zu bestaunen und zu entziffern ist. Kunst als wachsendes Gemeinschaftswerk und hungrige Jagd nach Visionen und Glück.

«Vereinslokal Utopia» in: Zürich Rote Fabrik, noch bis Di, 29. März 2016. www.vereinslokal-utopia.net

Daniela Janser

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