Nr. 12/2016 vom 24.03.2016

Frieden

Krieg, Gewalt, Perspektivlosigkeit treiben Millionen Menschen in die Flucht. Und die militärische Vergeltung terroristischer Anschläge heizt Kriege weiter an. Mit Kriegsmateriallieferungen trägt auch die Schweiz dazu bei. Der Ostermarsch greift unter dem Motto «Entrüstung für den Frieden – Geflüchtete willkommen heissen» diesen Zusammenhang auf und fordert, die Schweiz solle Waffenexporte stoppen und Investitionen in Kriegsmaterialhersteller verbieten, Flüchtlinge sollen unbürokratisch aufgenommen werden. Sarah Diack, Programmverantwortliche Friedenspolitik beim Christlichen Friedensdienst, und Amanda Ioset von Solidarité sans frontières beleuchten den Zusammenhang von Flüchtlingspolitik und Friedenspolitik.

Bern Auftakt beim Eichholz an der Aare (Tram 9 bis Station Wabern), Mo, 28. März 2016, 13 Uhr, Schlusskundgebung auf dem Münsterplatz 14.30 Uhr.

Ein Bündnis von kirchlichen, friedensbewegten Hilfs- und weiteren Organisationen ruft zum Internationalen Bodensee-Friedensweg auf. Die OrganisatorInnen wollen angesichts der katastrophalen Lage Tausender Flüchtlinge und MigrantInnen an den wieder geschlossenen europäischen Grenzen ein Zeichen für Solidarität und die Achtung der Menschenwürde setzen. Der Friedensweg steht unter dem Motto «Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten!». Die Strecke beträgt vier Kilometer, es gibt unterwegs Reden von Ulrich Tilgner, Melinda Nadj Abonji, Aya Domenig, Jochen Kelter und Christian Brönnimann – bei Kälte oder Regen jeweils in Kirchen. Bei schlechtem Wetter wird der Weg abgekürzt.

Romanshorn ab Bahnhofplatz, Mo, 28. März 2016, 10.30 Uhr Begrüssung; Verpflegung mit Suppe, Brot, Getränken 14 Uhr, Abschluss ca. 15.30 Uhr.

Ernährung

Der Film «Food, Inc.» dokumentiert die monopolisierte Lebensmittelindustrie und zeigt, wie diese bestimmt, was verzehrt wird, und was diese über die Nahrungsmittelproduktion weiss. Er zeigt die verschwiegenen Folgen einer Fehlernährung für die Mehrheit der Bevölkerung und ruft dazu auf, sich hiergegen zu wehren. Als alternative Modelle werden ländliche Kooperativen vorgestellt, die extensive Landwirtschaft und naturnahe Tierhaltung betreiben.

Basel Quartierzentrum LoLa, St. Johann, So, 27. März 2016, 18.30 Uhr. Anschliessend Diskussion.

Flüchtlinge

Charles Lewinsky, Perikles Monioudis und Peter Weber lesen aus ihren Werken. Zudem werden Bücher syrischer AutorInnen vorgestellt. Der Erlös (Kollekte) ist für die Soforthilfe für syrische Flüchtlinge auf Lesbos bestimmt.

Zürich Réunion, Müllerstrasse 57, Do, 24. März 2016, 19 Uhr. Anschliessend Suppe.

Bildung

Um die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort zu stärken, wurden im Bologna-Prozess entscheidende Reformen umgesetzt. Nationale Wirtschaftsverbände sahen darin die Chance, «sich im neu entstehenden europäischen Hochschulraum in der obersten Spitzengruppe zu positionieren», wie es Avenir Suisse formuliert hat. An der Tagung «Welche Bildung braucht die Wirtschaft? Welche Wirtschaft braucht die Bildung?» werden Erfahrungen verschiedener AkteurInnen des Bildungssystems reflektiert. KritikerInnen und VertreterInnen der Reformen tauschen ihre Argumente aus.

Bern Gebäude UniS, Hörsaal A003, Schanzeneckstrasse 1, Fr, 15. April 2016, 9.30–18 Uhr. Hochschulzentrum von Roll, Hörsaal 003, Fabrikstrasse 6, Sa, 16. April 2016, 9.30–17 Uhr. Kosten: 300 Franken, Studierende 30 Franken. Anmelden bis 1. April 2016: www.lassalle-institut.org/angebote.

Folter

Hans Haldimann erzählt in seinem Dokfilm «Weiterleben» die Geschichte von zwei Männern und zwei Frauen aus Chile, Tibet, dem Kongo und der Türkei, die wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte gefoltert und eingesperrt wurden und heute in der Schweiz leben.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Fr, 25. März 2016, 20 Uhr.

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