Nr. 20/2016 vom 19.05.2016

Journalismuskritik

Ein Bankangestellter, ein SVP-Politiker mit Anwaltspatent, Christoph Blocher und die «Weltwoche» sorgten Ende 2013 dafür, dass Devisenspekulationen über das Konto der Ehefrau von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand an die Öffentlichkeit kamen. Hildebrand musste zurücktreten, und es kam zu mehreren Strafverfahren. Der Fall wirft auch journalistische Fragen auf: Hat sich die «Weltwoche» von der Politik instrumentalisieren lassen? Wurde der Quellenschutz verletzt? Und hat die Justiz illegal Medien überwacht?

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Vereins für Qualität im Journalismus diskutieren Urs Paul Engeler (Journalist, ehemals «Weltwoche»), Thomas Knellwolf (Rechercheteam «Tages-Anzeiger») und WOZ-Redaktor Carlos Hanimann diese Fragen. Die Veranstaltung findet am Montag, dem 23. Mai 2016, ab 19 Uhr im Ringier-Pressehaus an der Dufourstrasse 23 in Zürich statt.

Therapie für Frankophobe

Genf ist eine Stadt in der Westschweiz. Man spricht dort französisch, manchmal englisch (wegen sogenannter internationaler Organisationen), und es gibt – so wie in Zürich – viele Banken. Der Genfersee wiederum ist ein See, wie es ihn ähnlich auch in der Deutschschweiz gibt (zum Beispiel Bodensee). Vom Ufer des Sees aus blickt man auf Alpen, die zwar französische Alpen sind, aber dennoch ähnliche Merkmale wie die Bündner Alpen aufweisen (hoch, weisse Gipfel). Sie sehen: So fremd kann uns der Westen des Landes gar nicht sein, auch wenn 14 Prozent der BewohnerInnen der Deutschschweiz und sogar 25 Prozent der St. Galler und der Bündnerinnen noch nie in der Romandie waren (so jedenfalls das Resultat einer von der Swisscom in Auftrag gegebenen Umfrage). Vom sicheren Heim aus kann nun dank der WOZ die Frankophobie langsam und schrittweise abgebaut werden: Die Fotografin Magali Girardin lässt uns ab sofort wöchentlich auf der letzten Seite Menschen kennenlernen, die sich in Genfs öffentlichem Raum bewegen.

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