Nr. 25/2016 vom 23.06.2016

Mexiko

In der Nacht vom 26. auf den 27. September 2014 wurden protestierende Studenten des Lehrerseminars von Ayotzinapa auseinandergetrieben, gejagt und erschossen. 6 Menschen starben, 43 sind verschwunden und wurden mutmasslich ermordet. Die Angreifer waren Mitglieder der örtlichen Polizei, die unter direkter Aufsicht der staatlichen Bundespolizei und der mexikanischen Armee agierten. Die Untersuchung dieses Verbrechens ist für ihre vielen Mängel bekannt. Insbesondere wird versucht, die Armee zu schützen, obwohl es zahlreiche Hinweise darauf gibt, dass mehrere Einheiten, vor allem das 27. Infanteriebataillon, Strukturen des organisierten Verbrechens schützen und in politische Repression und das Verschwindenlassen von Menschen involviert sind. Der Film «Mirar morir» (Sterben sehen) dokumentiert die Rolle des Militärs beim Verschwinden der Studenten und wird am 26. Juni [2016] in verschiedenen Städten gezeigt.

Zürich RAF-ASZ, Flüelastrasse 54, 19.30 Uhr; Basel Neues Kino, Klybeckstrasse 247, 18 Uhr; Luzern La Mesa, Obergrundstrasse 127, 16 Uhr.

Wohnen

Die Regionalgruppe Stadt Zürich des MieterInnenverbands lädt Mitglieder und Interessierte zur Generalversammlung ein. Es gibt einen Apéro riche, anschliessend wird Niklaus Scherr anlässlich von 125 Jahren MieterInnenverband über die Wohnverhältnisse in Zürich in den Gründerjahren der Organisationen referieren.

Zürich Karl der Grosse, Erkerzimmer, Kirchgasse 14, Do, 7. Juli 2016. GV 18.30 Uhr, Apéro 19 Uhr, Vortrag 19.30 Uhr. Anmeldung für Apéro bis 4. Juli 2016 mit Vermerk «GV Regionalgruppe Zürich» an: gv@mvzh.ch.

Guatemala

Die Ethnologin Samira Marty hat in Guatemala indigene Aktivistinnen begleitet. Sie zeigt auf, wie sie zu Akteurinnen des Wandels werden – etwa bei der Aufarbeitung des Bürgerkriegs.

Zürich Hirschengraben 50, Sa, 25. Juni 2016, 11.15 Uhr.

Palästina / Israel

Die Ausstellung «Zaungäste» beschäftigt sich mit Schweizer MenschenrechtsbeobachterInnen in Israel und Palästina, die für das ökumenische Begleitprogramm EAPPI tätig sind. Im Rahmenprogramm werden einige von ihnen ihre Erfahrungen schildern. Evi Guggenheim Shbeta stellt ein Friedensdorf vor (Sa, 17 Uhr). An der Vernissage am Samstag um 10.30 Uhr berichtet die Menschenrechtsbeobachterin Veronika Tober von ihren Erfahrungen in der Westbank. Am Sonntag findet der Gottesdienst «Begegnungen auf Augenhöhe – LebensRaum für beide Völker» statt, und am Sonntag wird Viola Raheb über gewaltlosen Widerstand sprechen (12 Uhr).

Kreuzlingen Evangelisches Kirchgemeindehaus, Bärenstrasse 25. Geöffnet Fr, 24. Juni 2016, 10–18 Uhr, Sa, 25. Juni 2016, 10–21 Uhr, So, 26. Juni 2016, 10–15 Uhr. (Gottesdienst in der Kirche Kurzrickenbach.)

Das Engagement der Soziologin Verena Tobler für Palästina begann 2006 während des Libanonkriegs. In ihrem Referat legt sie Rechenschaft über Erfolge und Misserfolge ihrer Aktionen ab, die in der Schweiz mehrfach zu reden gaben.

Zürich Gemeinschaftszentrum Aussersihl/Bäckeranlage, Hohlstrasse 67, So, 26. Juni 2016, 18 Uhr. Palästinensisches Essen ab 17 Uhr.

Migration

Am Open Forum sollen PolitikerInnen, Personen aus der Flüchtlingsarbeit und Interessierte zusammenkommen, um sich zum Thema «Flüchtlinge in der Schweiz» auszutauschen. Nach Einstiegsvoten von Balthasar Glättli, Nationalrat der Grünen, und SVP-Nationalrat Claudio Zanetti beginnt eine Diskussion, an der sich alle beteiligen können. Slampoet und WOZ-Autor Etrit Hasler wird das Forum eröffnen, den Ausklang bestreitet die Singer‑Songwriterin Irene Mazza.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Di, 28. Juni 2016, ab 18.45 Uhr.

Wachstum

Wie lässt sich eine Gesellschaft jenseits des Wachstums angehen? Die Postwachstumsforscherin Irmi Seidl stellt konkrete Beispiele vor.

Zürich Wandelhalle, Zollikerstrasse 74, Mo, 27. Juni 2016, 18.30 Uhr.

Verkehr

Jeder vierte Weg in einer Stadt wird zu Fuss zurückgelegt. Wieso wird dann in der Verkehrspolitik kaum darüber diskutiert? Dies fragt Umverkehr und organisiert Tests, um Schwachstellen im Fusswegnetz der Städte aufzuzeigen.

Bern Bahnhof Treffpunkt, Mi, 29. Juni 2016, 16.15–18.15 Uhr. Basel Bahnhof Treffpunkt, Mi, 6. Juli 2016, 16.15–18.15 Uhr. Es wird um Anmeldung gebeten: www.umverkehr.ch.

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