Nr. 23/2017 vom 08.06.2017

Feminismus

Die NGO Terre des femmes lädt seit einigen Jahren jeweils eine Expertin aus dem Globalen Süden ein, um mit ihr gemeinsam der schweizerischen Diskussion zu Gleichstellung und geschlechtsspezifischer Gewalt neuen Antrieb zu geben. In diesem Jahr referiert Yanar Mohammed, feministische Menschenrechtsverteidigerin aus dem Irak, die unter anderem zur Schaffung der ersten irakischen Schutzhäuser für Frauen beigetragen hat. Im Rahmen der Tournee «Voix des femmes» diskutiert sie mit verschiedenen Menschenrechtsverteidigerinnen (siehe www.terre-des-femmes.ch).

Zürich Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Mo, 12. Juni 2017, 18 Uhr.

Bern Kultur Casino, Herrengasse 25, Di, 13. Juni 2017, 18 Uhr.

Die hier angekündigte Veranstaltung füllt nicht nur einen Abend, sondern sie erstreckt sich über ein ganzes Jahr – als Selbstbildungsangebot ist der «Fem!»-Lehrgang für Frauen eine Möglichkeit in sechs Teilen, ihre eigene Macht ganz bewusst zu steigern. Behandelte Themen sind: «Hingefallen – Aufgestanden – Krone gerichtet – Weitergemacht» mit Zita Küng, «Feministische Politik» mit Lisa Schmuckli, «Ökonomie? Ein feministischer Zugang» mit Tove Soiland, «Politik auf dem weiblichen Körper» mit Gudrun Schnekenburger, «Gesellschaftliche Strukturen, Recht und symbolische Ordnung» mit Zita Küng sowie «Sprache und Macht» mit Madeleine Marti. Die Ausschreibung des Lehrgangs läuft bereits, interessierte Frauen können sich bis zum 14. Juni 2017 um einen Platz bewerben. Weitere Informationen finden sich unter www.feministische-fakultaet.org.

Winterthur und Konstanz, von Oktober 2017 bis Juni 2018.

Ernährung

Industrialisierung oder (klein)bäuerliche Produktion? Globalisierung oder Regionalisierung? Kauf anonymer Massenware im Grossverteiler oder Nähe zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen? Fragen, die unsere Versorgung mit Lebensmitteln betreffen, werden heute von allen politischen Lagern diskutiert. So auch an diesem Sonntagmittag, der auf Einladung von Biosuisse und des Gemeinschaftshofs Gabris stattfindet. «Die Stadt ernähren – neue Wege für regionale Versorgung mit Lebensmitteln» bringt Markus Hausammann, Landwirt und SVP-Nationalrat, Mariette Heuberger, Landwirtin und Vertreterin der Genossenschaft Dorfmarkt Vita plus in Wuppenau, und Tina Siegenthaler, Umweltingenieurin und Vertreterin der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft, ins Gespräch. Der Veranstaltungsort ist eine halbe Stunde Fussweg von der nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs entfernt.

Hosenruck TG Gemeinschaftshof Gabris, Gabris 36, So, 11. Juni 2017, 14 Uhr.

Hacken

Unter dem Hashtag #Zack (Abkürzung für «Zürcher Archiv Hackday») veranstaltet das Sozialarchiv einen Tag für alle, die sich für Datenvisualisierung interessieren. Am Vormittag geben ExpertInnen eine Einführung in das Thema. Ausserdem werden erfolgreiche «Hacks» und laufende Projekte mit Bezug zu Archivdaten präsentiert, etwa zur Handschriftenerkennung oder zur Erfassung von Migrationsbewegungen. Wer aktiv hacken möchte, muss seinen Laptop mitbringen und sich auf www.sozialarchiv.ch anmelden. Der #Zack ist nur eine von verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Schweizer Archivtags 2017 (www.vsa-aas.ch).

Zürich Schweizerisches Sozialarchiv, Stadelhoferstrasse 12, Fr, 9. Juni 2017, 10 Uhr.

Racial Profiling

Das Forumtheater Zürich und die Autonome Schule Zürich bieten unter dem Titel «United we dance» ein Rollenspiel zum Thema «Racial Profiling» an. Gemeinsam mit dem Publikum werden gedankliche Spielräume und Reaktionsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dieser perfiden Form des alltäglichen Rassismus erprobt. Ausserdem laden die Autonome Schule Zürich und die Allianz gegen Racial Profiling zu einer Solidaritätskundgebung für Wilson A., der 2009 Opfer von Polizeigewalt geworden war und dessen Fall nun nach diversen Unterbrüchen vor Gericht verhandelt wird.

Zürich Autonome Schule Zürich, Dachstock, Sihlquai 125, Fr, 9. Juni 2017, 18 Uhr.

Zürich Bezirksgericht, Wengistrasse 28, Di, 13. Juni 2017, 7.45 Uhr.

Werbung

Warum wirken Werbung und Wahlkampagnen? Ganz einfach: Es sind die Zeichen. Zu ihrer Entschlüsselung braucht es ein scharfes Auge, aber auch ein bisschen Know-how, zum Beispiel in der Technik des «Culture Jamming», in der die Codes der Konsumgesellschaft – auseinandergenommen, karikiert und teilweise ins Gegenteil verkehrt – zu Instrumenten der Kapitalismuskritik werden. An diesem ersten Abend der Workshopreihe «Das Culture-Jamming-Playbook» geht es um die Ursprünge dieser Technik. Es spielen dabei unter anderen John Heartfield, der Erfinder der politischen Fotomontage, die KünstlerInnengruppe der Situationistischen Internationale, die Kapitalismuskritikerin Naomi Klein und die Aktivisten der Yes Men eine Rolle.

Zürich Karl der Grosse, Saal, Kirchgasse 14, Do, 8. Juni 2017, 19 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch