Nr. 41/2017 vom 12.10.2017

Reichweite

Dramatische Szenen auf der WOZ: Redaktorinnen reissen sich wehklagend und gleich büschelweise die Haare aus, die Wände im Verlag sind blutbesudelt ob des sich seit Stunden geisselnden Buchhalters, drüben beim Ausgang zum Balkon prügelt sich ein Fotoredaktor mit herbeigeeilten Nachbarinnen, die ihn davon abhalten wollen, sich übers Geländer zu stürzen. Grund für den Tumult: Die neuen Wemf-Zahlen sind da, laut denen wir ein knappes Viertel von Ihnen, liebe LeserInnen, verloren haben (Reichweite einer Ausgabe: 77 000 statt 101 000).

Sobald sich die Lage beruhigt, werden wir uns daran erinnern, dass wir bei den letzten Wemf-Umfragen deutlich dazugewonnen hatten und dass wir mehr Zeitungen verkaufen denn je. Dann werden wir wieder vor jeder Sitzung «Kumbaya, My Lord» singend und händchenhaltend im Kreis tanzen.

Teures Geld

Geld ist ein eigentümliches Ding. Als Fetisch schreiben wir ihm besondere Kräfte zu. Doch was schlägt uns da hinterrücks in den Bann? Welche Bilder von Wirtschaft und Gesellschaft drücken sich darin aus? WOZ-Redaktor Stefan Howald unternimmt einen Streifzug durch die Kulturgeschichte des Kapitalismus. Er beschreibt dessen psychische Dynamik und skizziert Vermutungen, wie eine alternative Wirtschaft aussehen könnte. Der Vortrag findet statt im Rahmen einer Ringvorlesung zu «Design Ökonomien» an der Zürcher Hochschule der Künste, am Montag, dem 16. Oktober 2017 (Toni-Areal, Hörsaal 1, Ebene 3, Pfingstweidstrasse 96, Zürich).

Racial Profiling

Rassismus auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, auf Ämtern und Racial Profiling auf der Strasse? Und das in der Schweiz? In der Roten Fabrik in Zürich sprechen (betroffene) Fachleute über ihre Erfahrungen und konkrete Fälle, präsentieren Fakten und zeigen Hintergründe auf. Es moderiert WOZ-Autorin Merièm Strupler, auf dem Podium sitzt auch WOZ-Kolumnist Etrit Hasler. Organisiert wird der Anlass von der Allianz gegen Racial Profiling, der Autonomen Schule Zürich und dem Solinetz. Los gehts am Samstag, dem 14. Oktober 2017, um 16 Uhr. Ab 21.30 Uhr: Solikonzert am gleichen Ort.

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