Nr. 43/2017 vom 26.10.2017

Von Karin Hoffsten und Jürg Fischer

Grosskalibrige I

Dass der Trainer der Young Boys seinen Goalie im «Blick» schon mal als «Riesenapparat» bezeichnete, hat dank der «Berner Zeitung» endlich eine Erklärung gefunden: «Ein gröberer Patzer ist dem 192 Meter grossen Modellathleten in 16 Partien nicht unterlaufen.»
Karin Hoffsten

Grosskalibrige II

«Leib Christie ist kein ‹Snack›», rapportierte das Internetportal gmx.ch, und wer je ein Bild von Chris Christie, dem republikanischen Gouverneur von New Jersey, angeschaut hat, wird unserem Leser D. zustimmen: Der Mann wäre eher eine Hauptmahlzeit.
Karin Hoffsten

Geteilte

Eine neue Forschungsarbeit zur Frage, wie sich egalitäre Familienmodelle auf die Beteiligten auswirken, zeitigt erfreuliche Ergebnisse, berichtete die «Zentralschweiz am Sonntag»: «Die grosse Mehrheit der Paare, auch die Teilzeit-Männer, sind damit glücklich (…).» Einige Teilzeitmänner sollen allerdings bemerkt haben, dass ihnen bestimmte Aufgaben wie Bügeln und Guetslibacken in Zeiten, in denen sie ganz Frau sein dürfen, leichter fallen.
Karin Hoffsten

Empörte

Der heutige Feminismus zeigt sich in vielen Facetten. So fand eine Feministin in der «Basler Zeitung» fürs «Positions-Papier der SP Frauen» harsche Worte: «Unter der Feminismus-Fahne marschieren nicht mehr wie einst die klassischen feministische Forderungen, sondern abenteuerliche Bemühungen, selbst Frontalangriffe auf die Würde der Frau, im Windschatten politischen Kalküls als besonders frauenfreundlich zu postulieren. (…) Ich habe einige Frauen in einem erbärmlichen Zustand kennengelernt; der Gang sowohl zum Sozialamt als auch als Dauerpatientin im Gesundheitswesen gipfelte als Krönung ihrer beruflichen Laufbahn.» Hier wurde die Einsparung eines tüchtigen Korrektorats zum frauenfeindlichen Akt.
Karin Hoffsten

Volksnahe

Immer öfter wird man, egal wie respektabel man daherkommt, in Alltagssituationen von Wildfremden geduzt. Jetzt offenbar auch in Extremsituationen: «Kurz nach Mitternacht wurde von einem Reporter berichtet, dass etwa ein Duzend Polizisten ein Haus am Dorfrand stürmten», meldete blick.ch am Montag aus Flums. Sali mitenand!
Jürg Fischer

Unfallträchtige

Man muss sich allerdings nicht wundern, wenn unsere OrdnungshüterInnen ins Saloppe verfallen, wird doch ihre Arbeit immer weniger wertgeschätzt. «Der entstandene Sachschaden schätzt die Polizei auf 70 000 Euro», lasen wir nach einem Verkehrsunfall in Konstanz auf 20min.ch. Wahrscheinlich gab der Sachschaden nach dem Ereignis in einer von der Versicherung durchgeführten Kundenzufriedenheitsumfrage die entsprechende Auskunft.
Jürg Fischer

Unbehütete

In der «Schweizer Familie» entdeckten wir einen Witz: «Vor dem Bahnhof sitzt ein Bettler mit zwei Hütten auf dem Boden. ‹Warum zwei?›, fragt ein Kollege. ‹Die Geschäfte laufen gerade so gut, da dachte ich mir, ich eröffne noch eine Filiale.›» Friede den Hütten voller Münz, wünschen wir dem Bettler angesichts seines neuen Businessmodells.
Jürg Fischer

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