Nr. 11/2019 vom 14.03.2019

Rojava

Die Menschen in Nordsyrien stehen mit dem Rücken zur Wand. Vor knapp einem Jahr wurde die Stadt Afrin dem Erdboden gleichgemacht, und nun droht Recep Tayyip Erdogan erneut mit Angriffen. Die Zerstörung der Natur und damit der ökologischen Existenzgrundlagen der Menschen ist ein oft vergessener Kollateralschaden des Krieges. Mit der Kampagne «Make Rojava Green Again» versucht ein Zusammenschluss von InternationalistInnen, gemeinsam mit der Bevölkerung in Nordsyrien die drängenden ökologischen Probleme anzugehen. Es referiert Anselm Schindler von «Make Rojava Green Again».

Bern Infothek Furia, Fabrikstrasse 16, So, 17. März 2019, 18 Uhr.

Lausanne Espace autogéré, Rue César-Roux 30, Mo, 18. März 2019, 18.30 Uhr.

Zürich Hauptgebäude der Universität Zürich, Raum KOL-F-104, Di, 19. März 2019, 19 Uhr.

Genf L’Usine – Atelier, Rue de la Coulouvrenière 11, Mi, 20. März 2019, 19 Uhr.

Natur-Filmfestival

Das Konzeptbüro der Roten Fabrik und Nebenrolle Natur präsentieren während vier Tagen das sechste «Nebenrolle Natur Filmfestival». Dieses Jahr geht es um die Themen «KlimaWandel, KonsumWandel, SystemWandel und MenschenWandel», mit Filmen und Diskussionen mit ExpertInnen und AktivistInnen.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, Do–So, 14.–17. März 2019. Programm siehe www.nnff.ch.

Klimastreik

Die globale Jugendbewegung Klimastreik ruft alle Menschen auf, am ersten globalen Klimastreik teilzunehmen. Am 15.  März werden SchülerInnen aus rund sechzig Ländern aller Kontinente am Schulstreik teilnehmen. Dies, um eine klare und friedliche Botschaft für Klimagerechtigkeit auszusenden und alle Länder aufzufordern, jetzt zu handeln. Hauptziel ist es, dass sich alle Unterzeichnerstaaten an das Pariser Abkommen halten.

Verschiedene Städte, Fr, 15. März 2019. Städte, Besammlungsorte und Zeiten unter climatestrike.ch/events.

Feminismus

Frauen und Männer nehmen in der Land- und Ernährungswirtschaft unterschiedliche Rollen ein, deshalb wirken sich auch Nachhaltigkeitsinitiativen unterschiedlich auf die jeweiligen Lebensbedingungen und auf die Beziehungen untereinander aus. Was das heisst, vertieft WIDE in einer Publikation mit Texten ausgewählter Fachfrauen. Zur Lancierung lädt WIDE Switzerland gemeinsam mit Brot für alle und Swissaid zur Veranstaltung «Essen.Macht.Arbeit – Feministische Blicke auf Fair Food Ideen» ein. Es sprechen die Entwicklungsspezialistin Marie Crescence Ngobo aus Kamerun, die Geografin Sabin Bieri von der Universität Bern und die designierte Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands, Anne Challandes.

Bern Haus der Begegnung, Mittelstrasse 6a, Di, 19. März 2019, 18 Uhr.

Guatemala

Die Gewalt gegen Frauen in Guatemala, einem der Länder mit der weltweit höchsten Femizidrate, nimmt kein Ende. Frauen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, sind besonders von Gewalt betroffen. Es sprechen Lesbia Artola, Koordinatorin des Comité Campesino del Altiplano (CCDA), und Jessica García. Artola setzt sich als Menschenrechtsverteidigerin für die Rechte der indigenen und ländlichen Bevölkerung ein. García war 2018/19 für ein Jahr PBI-Freiwillige in Guatemala und unterstützte unter anderem die Organisation CCDA, die 2018 mit drei Morden an Mitgliedern besonders stark von Gewalt betroffen war.

Bern Kirchgemeinde Paulus, Raum H, Di, 19. März 2019, 18.30 Uhr.

Rassismus

Wenn Menschen, die als ethnisch oder religiös «andersartig» wahrgenommen werden, allein aufgrund ihres Aussehens von der Polizei kontrolliert werden, spricht man von Racial Profiling. Wie eine Studie der Kollaborativen Forschungsgruppe Racial Profiling zeigt, ist dies auch in der Schweiz eine verbreitete Praxis. Sarah Schilliger, Mohamed Wa Baile und Claudia Wilopo, MitautorInnen der Studie, stellen die Ergebnisse vor, für die dreissig Personen interviewt worden sind.

Basel Planet 13, Klybeckstrasse 60, Di, 19. März 2019, 19 Uhr.

Postwachstum

Bislang bedeutet Wirtschaftswachstum zunehmenden Umweltverbrauch, eine Entkopplung ist nicht in Sicht. Nötig wäre jedoch ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das nicht weiter auf Wachstum angewiesen ist. Was braucht es für eine Transformation? Die Umweltökonomin Irmi Seidl spricht über die Transformation zur Postwachstumsgesellschaft.

Zürich Kulturhaus Helferei, Do, 14. März 2019, 19.30 Uhr.

Brasilien

Vor einem Jahr wurde in Rio de Janeiro Marielle Franco, schwarze, lesbische und linke Stadträtin aus der Favela Maré, in ihrem Auto zusammen mit ihrem Fahrer Anderson Gomes regelrecht hingerichtet. Franco war eine Stimme der schwarzen Frauen und der Favelas. Sie kritisierte immer wieder die Polizeigewalt in Rio de Janeiro, die sich vor allem gegen junge schwarze Menschen in der Peripherie richtet. Bis heute ist die Ermordung von Marielle Franco nicht aufgeklärt. Am Jahrestag der Ermordung findet nun eine Kundgebung zum Gedenken und als Protest gegen die Politik der brasilianischen Regierung statt.

Bern Waisenhausplatz, Do, 14. März 2019, 19 Uhr.

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