Nr. 26/2019 vom 27.06.2019

Landwirtschaft

Dank Permakultur gelingt es BäuerInnen in Simbabwe, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. In der Trockenregion im Osten des Landes hat die Organisation Poret einen «Waldgarten» mit Ausbildungszentrum geschaffen, in dem die theoretischen Grundlagen für eine mögliche Trendwende vermittelt werden: Zahlreiche BäuerInnen setzen die Prinzipien einer ökologischen Landwirtschaft auf den Feldern um, in Einklang mit den lokalen Gegebenheiten und der lokalen Kultur. Helena Zweifel und Oswald Ulrich, beides Mitglieder der Genossenschaft «mehr als wohnen», berichten von Begegnungen und Beobachtungen in Simbabwe.

Zürich Oerlikon Meh als Gmües, Reckenholzstrasse 150, Do, 27. Juni 2019, 19.30 Uhr.

Frauen, bildet Banden!

Die «Rote Zora» war in den 1970er und 1980er Jahren eine feministische, militante «FrauenLesbengruppe» in Westdeutschland. Ihre Aktivitäten richteten sich unter anderem gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Der Dokumentarfilm «Frauen bildet Banden» mit O-Tönen verschiedener Zeitzeuginnen aus Deutschland, Lateinamerika, Korea und Italien lässt die Geschichte der «Roten Zora» wieder lebendig werden. Produziert wurde er vom «FrauenLesbenFilmCollectif» Las Otras, das im Anschluss an die Filmvorführung mit dem Publikum diskutiert. Die Veranstaltung ist offen für alle Geschlechter.

Bern Reitschule, Frauenraum, Neubrückstrasse 8, Do, 27. Juni 2019, 19.30 Uhr.

Rassismus

War der St. Galler Bürgermeister und Reformator Vadian mit einem Sklavenhändler befreundet? Was hat das Soldatendenkmal im St. Galler Kantipark mit Rassismus zu tun? Welcher weltberühmte Rassist wurde im Garten vor der heutigen Musikschule empfangen? Steht der Erker des «Hauses zum Mohrenkopf» unter Rassismusverdacht? Wo wohnten St. Galler SklavenhalterInnen? Anhand der Geschichte von Häusern, Denkmälern, Strassennamen und Fassaden in der St. Galler Altstadt stellt der Historiker und Aktivist Hans Fässler wenig bekannte Zusammenhänge im Kontext von Kolonialismus und Rassismus her. Es ist keine Anmeldung nötig.

St. Gallen Vadiandenkmal (Treffpunkt), Neugasse 2, Fr, 28. Juni 2019, 18 Uhr (Ende des Rundgangs 19.30 Uhr, Roter Platz).

San Francisco

Als Hauptsitz der IT-Giganten Apple, Google, Facebook oder Twitter nimmt die San Francisco Bay Area (Silicon Valley) eine gewichtige Vorreiterrolle ein. Gleichzeitig ist der städtische Raum von hohen Mieten und sozialen Gegensätzen geprägt. Die Bay Area ist zudem Schauplatz zahlreicher urbaner Bewegungen und sozialer Initiativen, die seit den sechziger Jahren Widerstand gegen die kapitalistische Modernisierung entwickelt und eine vielfältige Gegenkultur hervorgebracht haben. San Francisco fungiert als Labor der Zukunft, die städtischen Kämpfe heute werfen die zentrale Frage auf, wie die Stadt von morgen aussehen wird. Das neu erschienene Buch «Technopolis. Urbane Kämpfe in der San Francisco Bay Area» beschreibt aus einer Perspektive des Widerstands die Kämpfe um die Stadt San Francisco. Die Herausgeberin Katja Schwaller stellt an diesem Abend ihr Buch vor, liest aus einzelnen Beiträgen und spielt passende Musik. Anschliessend soll eine Diskussion mit dem Publikum den Bogen zur Situation in Zürich schlagen.

Zürich Park Platz, Wasserwerkstrasse 101, Sa, 29. Juni 2019, 19.30 Uhr.

Konsum

KonsumentInnen beschweren sich gerne darüber, dass der Handel nachhaltigen Konsum unnötig schwer mache. Der Handel wiederum behauptet, nicht sie bestimmten das Angebot, sondern die KonsumentInnen. Und auch die Politik gerät unter Beschuss, schliesslich könnten nachhaltige Gesetze die Welt im Handumdrehen verändern. Während also jedeR AkteurIn mit dem Finger auf die anderen zeigt, nimmt unser Planet weiter Schaden. In einem von tsüri.ch veranstalteten Gespräch geht Moderator Simon Jacoby der Frage nach, wer denn nun am längsten Hebel sitzt und seine Handlungen folglich als Erstes überdenken sollte. Es diskutieren: Patrick Hohmann (Remei AG, Zulieferer Coop Naturaline), Lea Trogrlic (Klimastreik Schweiz), Christoph Good (Kompetenzzentrum Menschenrechte, Uni Zürich), Prisca Birrer-Heimo (Nationalrätin SP, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz). Bei schlechtem Wetter findet das Podium im «Hangar» an der Fabrikstrasse 54 statt.

Zürich Park Platz, Wasserwerkstrasse 101, Di, 2. Juli 2019, 19.30 Uhr.

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