Nr. 33/2019 vom 15.08.2019

Sozialdemokratie

Das «Fest der Solidarität» am Hallwilersee findet zum zweiten Mal statt, mit Jacqueline Fehr (Regierungsrätin SP Zürich) und Kevin Kühnert (Bundesvorsitzender Jusos Deutschland) als RednerInnen. Musikalisch wird das Fest von Frank Powers und DJ Beatween begleitet.

Tennwil Arbeiterstrandbad, Sa, 17. August 2019, ab 16 Uhr.

Feminismus

Unzählige Komitees und Gruppen hatten sich im Vorfeld des Frauenstreiks 2019 gebildet und damit die grösste Mobilisierung der jüngeren Schweizer Geschichte zustande gebracht. Eine Gruppe von Aktivistinnen aus Zürich hatte sich beispielsweise der Stadtverschönerung verschrieben und Mitte April im Morgengrauen zahlreiche Statuen der Stadt mit Tüchern, Transparenten und Schärpen geschmückt, die zum Streik aufriefen. Bei einer Statue am Zürichsee wurden die Aktivistinnen von einer Polizeipatrouille kontrolliert, die die «Verkleidung» der Statue mit einem Sackmesser zerstörte. Eine der Aktivistinnen, die das Vorgehen der Polizei kritisierte, erhielt nun wegen «Beschimpfung» eine Vorladung der Staatsanwaltschaft. Das Frauen*streikkollektiv Zürich lädt unter dem Slogan «Wir sind dem Patriarchat noch immer eine doppelgezackte Nervensäge» zur Solidaritätsaktion ein.

Zürich Staatsanwaltschaft, Stauffacherstrasse 55, Mi, 21. August 2019, 15 Uhr.

«Ob die Frauen auch zum Volke gehören?» Den Zürcher Kantonsräten war diese Frage 1831 bei der Diskussion um eine neue Kantonsverfassung nicht der Rede wert. Den Frauen wurden freilich nicht nur die politischen Rechte vorenthalten, auch im zivilrechtlichen Bereich waren sie den Männern alles andere als gleichgestellt. Wie wirkte sich diese Diskriminierung auf den Alltag von Armengenössigen und Oberschichtsdamen aus? Was bedeutete sie für Fabrikarbeiterinnen und Gewerbe- und Handelstreibende? Und wie rechtfertigten zeitgenössische Denker den Ausschluss von Frauen? Diesen Fragen geht ein Rundgang durch die Zürcher Altstadt nach.

Zürich, Rathausbrücke (Gemüsebrücke), So, 18. August 2019, 11 Uhr.

Asylpolitik

Ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten des beschleunigten Asylverfahrens fährt die «Velotour d’Horizon» achtzehn Tage lang durch die Schweiz und thematisiert die prekären Bedingungen in den Schweizer Bundesasyl- und Nothilfelagern. Sie will einen Austausch zwischen engagierten, geflüchteten und interessierten Menschen anstossen und zu Aktionen anregen. Vom 15. bis zum 22. August ist die Tour in Baden, Aarau, Basel, Delémont und Biel/Bienne unterwegs. Weitere Infos und detailliertes Programm unter: www.antira.org/velotour.

Baden Kafi Royal, Bahnhofstrasse 39, Do, 15. August 2019, 20 Uhr.

Mädchenbeschneidung

An einer Informationsveranstaltung spricht Monica Somacal über die Mädchenbeschneidung. Was sind die Auswirkungen für betroffene Frauen? Wie kann der Umgang mit diesem schwierigen Thema gestaltet werden? Somacal ist Fachfrau sexuelle Gesundheit und Stellenleiterin der Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen in Liestal.

Basel Planet13, Klybeckstrasse 60, Mo, 19. August 2019, 19 Uhr.

Mexiko

Die Peace Brigades International (PBI) zeigen den Dokumentarfilm «Guerrero» von Ludovic Bonleux über soziale Aufstände und Straffreiheit im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Der Film dokumentiert den Kampf der AktivistInnen Coni, Mario und Juan, die sich gegen die Apathie und Straflosigkeit in ihrer Stadt wehren. Ihr Einsatz geschieht im Kontext des Verschwindens und der späteren Ermordung von 43 Studenten in Ayotzinapa im Jahr 2014. Ein Fall, der internationales Entsetzen ausgelöst und zu Chaos und sozialen Unruhen in Guerrero geführt hat.

Bern aki, Alpeneggstrasse 5 (Grosser Saal Jawlensky), Do, 22. August 2019, Apéro 18 Uhr, Film und Einführung 19 Uhr.

Venezuela

An der Veranstaltung von ALBA und der Vereinigung Schweiz-Cuba Sektion Basel sprechen Silvia Küng und Natalie Benelli. Sie haben Venezuela Anfang 2019 unabhängig voneinander bereist. Küng hat lange in Venezuela, Peru und Kolumbien gelebt und unterrichtet. Benelli ist Soziologin und Europakorrespondentin des «Women’s Press Collective», New York.

Basel Gewerkschaftshaus, Rebgasse 1, Mi, 21. August 2019, 19 Uhr.

Klimaerhitzung

Die wissenschaftlich erwiesene Klimakrise ist keine unausweichliche Katastrophe, sondern soll auch als Chance begriffen werden: als Chance, sowohl auf politischer als auch auf ganz persönlicher Ebene den Teufelskreis aus Konsum, Kommerzialisierung und Ausbeutung zu durchbrechen und über neue Modelle eines umweltverträglichen und sozialen Miteinanders nachzudenken. Das erste Berner Klimafest «One planet for all – all for one planet» will dafür Impulse geben. Hier stellen Fachleute ihre Denkansätze und praktischen Projekte vor. Mit Workshops, Musik, Kunst und Essen. Detailliertes Programm: www.all4oneplanet.org.

Bern Universität, Mensa Bühlplatz, Gertrud-Woker-Strasse 3, Sa, 17. August 2019, ab 14 Uhr.

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