Nr. 34/2019 vom 22.08.2019

Aufgetaute

Die «NZZ am Sonntag» liess am vergangenen Sonntag die Regisseurin Natascha Beller sagen: «In den letzten Jahren hatte ich aber gar nicht so grosse Lust, zu vereisen.» Die Autokorrektur beeinflusst also auch Ferienpläne – oder ist es tatsächlich der Klimawandel? Das Risiko sinkt zum Glück angesichts sich zurückziehender Gletscher.
Jürg Fischer

Supportende

Nicht ganz sicher bezüglich der verschiedenen AkteurInnen waren wir bei diesem Bericht auf tagesanzeiger.ch: «Gegen 15.30 Uhr am Samstagnachmittag trafen die Supporter des FC Zürich in Basel ein. Die Polizei war bereits vor Ort, um sie gegenüber der Bevölkerung abzuschirmen. Gewisste Strassen wurden abgesperrt, um Ausschreitungen gegenüber Passanten zu vermeiden.» Auf nicht mehr allen Strassen kann ausgeschritten werden – hätten Sies gewisst?
Jürg Fischer

Keimfreie

Das «St. Galler Tagblatt» schreibt über den Novartis-CEO Vas Narasimhan: «Er, der sich wahlweise zum Helden oder Saubermann hochsterilisieren liess, fällt nun auf dem Boden der Realität auf.» Der Ärmste, dabei machte ihn das Sterilisieren doch zum perfekten ausgekochten Schlitzohr.
Jürg Fischer

Randalierende

Dass es neben der Streetparade mindestens so spannend zuging wie an der Parade selbst, wusste die NZZ. Weil eines verletzten Mannes «blutende Hand den Boden voll» tropfte, wischte ein Pfleger «mit einem Mob hinterher», was die heikle Frage aufwirft, weshalb sich der Pöbel ausgerechnet an diesem Tag in der Notfallstation des Zürcher Unispitals versammeln musste. Schliesslich ist das Personal schon durch friedliche PatientInnen stark gefordert.
Karin Hoffsten

Wahlkämpferische

«Provokation gehöre eben auch bei den Jungsoziallisten dazu», informierte srf.ch – leider zu spät für unsere säuberliche Aufstellung von Unter- und Speziallisten in der letzten WOZ. Diese Liste richtet sich an PfadfinderInnen, allgemein als jung und sozial bekannt. Gemäss Parteiprogramm wird gründlich geübt, SeniorInnen den richtigen Weg zum Bahnhof zu zeigen und nur ganz selten zwecks Provokation ein Bein zu stellen.
Karin Hoffsten

Mitgemeinte I

Wenn es darum geht, das generische Maskulinum gegen boshafte Angriffe zu verteidigen, kämpft die NZZ, auch liebevoll «alte Tante» genannt, tapfer an vorderster Front: «Rund 100 000 Frauen» hätten in Brasiliens Hauptstadt an einer Kundgebung teilgenommen, schrieb die Zeitung: «Die Demonstranten verurteilten unter anderem die Pläne der Regierung für eine Ausbeutung von indigenen Stammesgebieten und kritisierten Bolsonaro als frauenfeindlich, rassistisch und homophob.» In der Menge muss sich ein Mann aufgehalten haben.
Karin Hoffsten

Mitgemeinte II

Auch die CVP des Kantons Zürich präsentiert auf ihrer Wahlwebsite nur «unsere Kandidaten im Überblick». Angesichts der Tatsache, dass im Nationalrat höchstens ein und im Ständerat gar kein leeres Plätzchen auf sie wartet, wars den sechzehn Kandidatinnen der Partei wohl egal.
Karin Hoffsten

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